04. Oktober 2011

CMS-Usability (1) Das Monster hinter den Kulissen

Ein Redaktionssystem ist ein wichtiges Verkaufsargument, wenn es darum geht, einen Kunden für ein Webprojekt zu gewinnen. Selbst bei sehr einfachen Projekten fragen die Kunden inzwischen nach einem CMS.

Da ist zum Beispiel Frau M. Sie wird sich um die neue Webseite einer Arztpraxis kümmern. Die Seite soll ein neues Design bekommen und wenn möglich auch ein CMS. Da es nur sehr wenige Änderungen geben wird, frage ich nach, ob eine statische Seite nicht auch ausreichen würde. Kleine Korrekturen kann ich im HTML-Code schnell umsetzen, Anruf genügt. Wozu also ein Redaktionssystem?

Frau M. antwortet: “Ich möchte nicht bei Ihnen anrufen müssen, nur weil ich eine Telefonnummer ändern möchte. Das kann ich doch auch selber machen.”
Wer seine Webseite selbst pflegen kann, ist unabhängig und muss niemanden um Hilfe bitten. Das ist ein gutes Gefühl, das den Kunden einiges wert ist. Weiterlesen


06. Juli 2011

TYPO3-Projekt für Upgrade vorbereiten

Ein Redaktionssystem wie TYPO3 möchte in regelmäßigen Abständen aktualisiert werden, sonst leidet die Performance und vor allem die Sicherheit. Regelmäßige Upgrades sind also Pflicht.

1. Möglichkeit: Operation am lebenden System

Eine Möglichkeit ist, das Live-System direkt zu aktualisieren. Man lädt die neue TYPO3-Version hoch, setzt den Link auf den neuen Sourcecode, kopiert die neue index.php in das Verzeichnis des Projekts und aktualisiert  im Install-Tool die Datenbank-Tabellen. (Vorher sollte man unbedingt ein Backup erstellen und alle Extensions auf den neuesten Stand bringen.)
Das ist die Methode, die wahrscheinlich am häufigsten benutzt wird.

Was aber, wenn ein sehr umfangreiches Upgrade ansteht? Wenn man absolut sicher gehen möchte, dass die Website sich nicht für ein paar Stunden verabschiedet, während man hektisch im Hintergrund versucht, das Backend wieder sichtbar zu machen und Bugs zu finden?
Die .htaccess und localconf.php im Live-Betrieb hinzubiegen ist jedenfalls nichts für schwache Nerven.

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16. Juni 2011

Usability-Probleme im TYPO3 Backend

In diesem Artikel möchte ich mir anschauen, an welchen Stellen die Benutzer-Oberfläche im Redaktionssystem TYPO3 es seinen Nutzern schwer macht, sich zurechtzufinden. Und was man tun könnte, um diese Probleme zu lösen.
Dabei habe ich die technisch eher unerfahrenen End-Anwender im Sinn, also Redakteure, die Inhalte einstellen und pflegen.

1. Information Overload

Müssen sich viele Elemente einen relativ engen Raum teilen, dann erzeugt das Verwirrung. Für eine Nutzeroberfläche bedeutet das, sie wird unübersichtlich.
Die Folge: Der Anwender findet erstens nicht, was er sucht und zweitens: er macht Fehler. Weil ihm die Orientierung schwer fällt, klickt er früher oder später auf gut Glück irgendetwas an.

Der Redakteur hat eine bestimmte Aufgabe im Sinn, die er umsetzen möchte. Die Oberfläche gibt ihm keinen eindeutigen Hinweis darauf, wo er damit anfangen soll.

Was tun?

Über Usabilty-Tests sollte man die fünf Abläufe ermitteln, die die Redakteure am häufigsten ausführen wollen. Die Anzahl der Navigations- und Informationselemente wird auf diejenigen reduziert, die für diese Arbeiten notwendig sind. Weiterführende Buttons und Tabs kommen auf eine Ebene dahinter.
Der Nutzer bekommt klare Hinweise darauf, was er tun muss, um diese fünf häufigsten Arbeiten umzusetzen. Weiterlesen