Meldung für alte Artikel ausgeben

Wenn ein Blog schon eine Weile läuft, sammeln sich zwangsläufig Artikel an, die bereits ein gewisses Alter auf dem Buckel haben. Diese Artikel sind wahrscheinlich nicht mehr aktuell, denn die Welt im Web dreht sich schnell.

Man könnte nun auf die Idee kommen, alte Artikel zu löschen. Das ist aber keine gute Lösung, Suchmaschinen-Experten werden ganz blass bei diesem Gedanken. Denn Google & Co. haben auch die älteren Artikel im Verzeichnis. Wenn nun der Link dorthin ins Leere führt, weil Ihr den Artikel gelöscht habt, bekommt Google eine Meldung zurück (Fehler 404). Das kann sich negativ auf das Ranking der Seite auswirken.

Wie wichtig dieser Aspekt bei Eurem Blog ist und ob 404-Fehler wirklich so böse sind, darüber lässt sich streiten. Eines kann man aber sagen: Ihr verliert potenzielle Besucher, wenn der Artikel hinter dem Link plötzlich nicht mehr existiert.
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Das war das WordCamp Köln 2015

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Kaum hat es angefangen, ist es schon wieder vorbei. Das WordCamp Köln ist Geschichte. Anstrengend war’s, toll war’s. Danke Köln, das habt Ihr Klasse gemacht!

Es gab vier Vortrags-Stränge parallel, da ist es vorprogrammiert, dass man jede Menge guter Vorträge verpasst. Ich wünschte, ich hätte mehr mitgekriegt.

Mein persönliches Highlight war der Vortrag von Ellen und Manuel „Pick Yourself – Warte nicht bis jemand Dein Talent entdeckt, wähle Dich selbst aus“. Ein inspirierender, sehr persönlicher Vortrag. Ich hab mich ungeheuer gefreut, die beiden endlich mal live und in Farbe kennen zu lernen. Danke Euch beiden und viel Glück in Neuseeland!

Daneben nehme ich jede Menge praktische Anregungen mit, zum Beispiel hat uns Heiko Mamerow eine sehr schöne, klare Anleitung gegeben, wie man mit einfachen Mitteln eine Seite performanter machen kann: Das kleine 1×1 der Website Performance. Auch auf den Vortrag von Torsten Landsiedel über Childthemes und ihre Tücken war ich gespannt: Das Child-Theme-Dilemma. Sehr aufschlussreich! Diese Themen und andere Erkenntnisse aus dem WordCamp werde ich hier im Blog noch einmal ausführlicher behandeln.

Vielen Dank auch an alle, die mir zu meinem Vortrag „Buzzword Information Architecture“ so freundliches Feedback gegeben haben. Die Slides gibts hier im Blog. Bei dem Thema IA gibt viele spannende Überschneidungen zu Elisabeths Thema „Barrierefrei – Internet für alle“ (Link zu den Slides kommt noch). Wir werden das weiter verfolgen und berichten.

Bei diesem WordCamp war ich zum ersten Mal beim Contributer Day dabei. Das war ein schöner Ausklang und ich habe meine erste Theme Review auf die Welt losgelassen. Tausend Dank an Ulrich für seine geduldige und kundige Einführung in die Welt der Theme Reviews.

P.S. Das nächste WordCamp ist in Nürnberg. Haltet Euch den April 2016 schon mal frei!

Einführung in das Thema Content-Strategie

Alles beginnt mit einem leeren Blatt Papier. Darauf notieren wir drei Fragen:

  1. Mit wem wollen Sie ins Gespräch kommen?
  2. Welche Botschaft möchten Sie vermitteln, was wollen Sie [als Unternehmen] erreichen?
  3. Mit welchen Fragen kommen die Besucher auf Ihre Seite?

Einfach, aber nicht leicht

So einfach diese Fragen klingen, die Arbeit damit ist nicht leicht.
Beim KickOff-Workshop finden alle das Thema noch spannend und suchen freudig nach Antworten. Aber mit der Zeit wird es anstrengend, denn jede Idee, jeder Text und jedes Designelement muss sich an den drei Fragen messen lassen.

„Gefällt mir nicht“ ist keine belastbare Aussage mehr, wenn ein objektiver Maßstab zur Verfügung steht. Der Satz müsste heißen: „Die Besucher finden dies und jenes nicht, weil die Farbe der Links zu hell ist. “ Oder: „Die Zielgruppe versteht diesen Text nicht, weil die Sprache zu kompliziert ist.“
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Bildgrößen im WordPress Theme

 

WP-Machine

Wenn ich mit Kunden an WordPress-Themes arbeite, kommt früher oder später die Frage, in welchen Größen denn die Bilder angeliefert werden sollen. Die Bilder erscheinen im Design in unterschiedlichen Größen und die Kunden möchten wissen, welche das denn sind. 

Die Antwort ist simpel: Ich brauche die Bilder nur in einer – der maximalen – Größe. Den Rest macht WordPress ganz alleine.

Die Größe, die ich brauche, orientiert sich an der maximalen Breite des Designs. Die bestimmt, wie groß ein Bild maximal im Theme werden kann. In der Regel ist das irgendwas zwischen 1200 und 1440 Pixeln (Breite).
Das heißt, wenn alle Bilder in 1440px Breite angeliefert werden, sind wir auf der sicheren Seite.
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Auf zum WordCamp Köln!

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In drei Wochen ist es so weit, vom 6. bis 7. Juni findet das WordCamp Köln statt. Unter dem Motto „Erweitere Deinen Horizont, teile Dein Wissen, erlebe die Gemeinschaft“ trifft sich hier WordPress Gemeinde zu spannenden Vorträgen und lockerem Austausch.

Ich freue mich besonders darauf, viele tolle Kollegen zu treffen. Ellen Bauer von Elmastudio wird da sein (eingeflogen aus Neuseeland!), Monika Thon-Soun aus Wien, Torsten Landsiedel, Heiko Mamerow – ach, schaut einfach selbst: Hier ist der Sessionplan.

Ich darf auch was erzählen, mein Thema ist die Planung von Webprojekten. Meiner Erfahrung nach ist den Beteiligten – Kunden und Webworkern – häufig nicht ganz klar, was es braucht, um ein Webprojekt auf eine tragfähige Basis zu stellen.

„Wir haben ein Strukturdiagramm, das reicht. Dieses Information Architecture kostet doch nur Geld und bringt nix.“

Stimmt das? Die Antwort gibt’s in meinem Vortrag  Buzzword Information Architecture„.

Noch gibt es Tickets, aber viele sind es nicht mehr.
Wer dabei sein will, sollte sich beeilen.

Childtheme-CSS auf korrekte Weise laden

Lange Zeit war es üblich, in einem Childtheme die CSS-Angaben vom Parenttheme als @import Anweisung an den Anfang der CSS-Datei des Childthemes zu schreiben.

/*   
Theme Name: Childtheme
Theme URI:
Description: Your child theme description text...
Author: Your Name
Author URI: http://www.yourdomain.com/
Template: parenttheme
Version: 1.0
Tags: Child Theme
*/

/* Import the stylesheet from the parent theme */
@import url('../parenttheme/style.css');

Das ist schön einfach und übersichtlich. Aber @import ist nicht die eleganteste Methode ein Stylesheet einzubinden, denn diese Konstruktion kostet Ladezeit.
Auch der WordPress Codex sagt, man möge Stylesheets nicht mehr per @import, sondern über die functions.php einbinden.

function child_styles() {
wp_enqueue_style( 'childtheme-style', get_stylesheet_directory_uri().'/style.css', array('parenttheme-style'), 'YOUR_THEME_VERSION' );
}
add_action( 'wp_enqueue_scripts', 'child_styles' );

Was passiert hier?

Das CSS des Childthemes wird so eingebunden, dass zuerst das CSS des Eltern-Themes geladen wird. Das erreicht man dadurch, dass man dem Child-CSS eine dependency (Abhängigkeit) zuweist, nämlich das Parent-CSS. Im Codebeispiel ist das der Teil, der in dem array steht:

array('parenttheme-style')

Der Browser bekommt dadurch die Anweisung: Lade das Child-CSS nach dem Parent-CSS. Oder anders formuliert: Lade zuerst das Eltern-CSS, dann das Child-CSS.

Nach dem Array kann man noch die Version des Themes eintragen. So kann man sicherstellen, dass nach einem Update des Themes die Parent-Styles neu geladen werden und nicht einfach nur aus dem Cache geholt werden.

Was kann man mit einem Childtheme machen?

Wie man ein Childtheme anlegt, hat Kirsten hier beschrieben. Aber wozu ist ein Childtheme gut und was kann man eigentlich damit machen? Oder anders gefragt: Wann ist ein Childtheme sinnvoll und wann eher nicht?

Über ein Childtheme passt man ein schon vorhandenes WordPress-Theme an die eigenen Vorstellungen an.
Man fängt also nicht bei Null an, sondern nutzt die Infrastruktur, die das Parent-Theme mitbringt. Und kann sich ganz auf die Details – auf die individuelle Note sozusagen – konzentrieren. Weiterlesen Was kann man mit einem Childtheme machen?

Funktionen aus dem parent-theme deaktivieren (2)

Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass in dem Artikel Funktionen aus dem parent-theme deaktivieren ein dicker Fehler steckt, und zwar hier:
Das heißt also, wenn wir wollen, dass die Deregistrierung der Sidebars greift, müssen wir die Priorität richtig setzen. Die Priorität muss niedrig genug, damit die Funktion früher einsetzt als die entsprechende im Parent-Theme.

Richtig wäre gewesen:
Das heißt also, wenn wir wollen, dass die Deregistrierung der Sidebars greift, müssen wir die Priorität richtig setzen. Die Priorität muss hoch genug, damit die Funktion später einsetzt als die entsprechende im Parent-Theme.

Torsten Landsiedel hat’s gesehen und schreibt dazu:

‚Früher‘ wird die Funktion aber eben genau nicht aufgerufen. In dem Originalzitat darüber steht es ja auch so:
‚By lowering the priority of our action, we ensure that it is called after the parent theme’s functions.php file is loaded.‘
Wir verringern die Priorität (=höherer Wert), damit die Funktion (obwohl die Datei in der sie steht früher aufgerufen wird) trotzdem später gestartet wird. Denn bei gleicher Priorität werden Funktionen in der Reihenfolge ihres Ladevorgangs gestartet, was in diesem Fall dazu führen würde, dass wir etwas deregistrieren würden, was noch gar nicht da ist.

Siehe Codex:
$priority (int) (optional)
Used to specify the order in which the functions associated with a particular action are executed. Lower numbers correspond with earlier execution, and functions with the same priority are executed in the order in which they were added to the action.
Default: 10.

Das früher müsste also in ein später geändert werden und die Prio muss entsprechend hoch genug sein und nicht ’niedrig genug‘.

Danke, Torsten. Du bist der Beste.