Sparen Sie sich den teuren Webdesigner!

Dieser Artikel ist ursprünglich am 16. 11. 2011 erschienen.
Das ist eine ganze Weile her. Der Inhalt ist wahrscheinlich nicht mehr aktuell.

Vielen Nicht-Webworkern fällt es schwer, die Arbeit eines Webdesigners einzuordnen. Das ist verständlich, schließlich haben sie selten mit unsereins zu tun.
Was tut eigentlich ein Webdesigner? Womit verdient sie ihr Geld?
Was wissen er und sie, das nicht sowieso jeder weiß, der einen Computer bedienen kann?

Dieser Text bezieht sich nicht auf reale Personen oder konkrete Begebenheiten.

Eine Website vom erfahrenen Webdesigner kostet Geld. Geld, das man sich sparen kann. Geben Sie bei Google ein „Webseite kostenlos“ und schon kann’s losgehen. Hier sind 12 Tipps, wie Sie in kürzester Zeit eine tolle Website auf die Beine stellen.

1. Verschwenden Sie keine Zeit mit Konzepten, legen Sie einfach los

Machen Sie sich keinen Kopf über die Struktur Ihrer Seite. Wenn Ihre Website ordentlich viele Inhalte hat, ist das schon die halbe Miete. Alles andere lösen Sie über Drop-Down-Menüs. Damit können bis zu fünf Unter-Ebenen locker unterbringen.

2. Erfinden Sie das Rad nicht neu

Über die Jahre hat sich eine große Menge an Pressemitteilungen, Broschürentexten und Vorträgen angesammelt. Das ist die Gelegenheit, ein paar davon zu recyclen. Schließlich haben Sie viel Arbeit hineingesteckt.

3. Seien Sie ausführlich

Achten Sie beim Schreiben auf ausreichend Füllwörter. Vermeiden Sie kurze Sätze und Verben, sammeln Sie statt dessen Substantive. Die geben Ihren Texten die richtige Durchschlagskraft.

4. Vollständigkeit ist Trumpf

Sparen Sie nicht mit Informationen, Ihre Besucher wollen alles wissen. Und zwar möglichst alles auf einmal auf einer Seite.

5. Denken Sie dran, Ihre Besucher haben Zeit

Bauen Sie Ihre Texte gründlich auf. Fangen Sie bei Adam und Eva an und wechseln Sie dann zügig auf die Detailebene. Das macht die Lektüre Ihrer Texte spannend und intellektuell herausfordernd.

6. Halten Sie sich nicht mit Erklärungen auf

Alle Besucher Ihrer Seite kennen Sie und Ihr Thema sehr gut. Und sie teilen selbstverständlich Ihre Passion. Das heißt, Sie können sich alle Vorreden sparen und gleich in medias res gehen.

7. Verschwenden Sie keinen Platz

Wenn Ihnen der Webdesigner Vorträge über Weißraum hält, hören Sie nicht hin. Nutzen Sie den wenigen Platz, den die Webseite hergibt und bringen Sie möglichst viel darauf unter. Je mehr, desto besser. Sie zahlen ja schließlich dafür.

8. Sparen Sie nicht mit Eigenlob

Machen Sie Ihren Besuchern klar, wie toll Sie sind. Vermeiden Sie Fakten oder Beispiele, reden Sie. Betonen Sie so oft wie möglich Ihre Kompetenz, hauen Sie ordentlich aufs Blech.

9. Bilder sind reine Dekoration

Lassen Sie sich nicht einreden, dass Sie einen Fotografen für Ihre Website brauchen. Es gibt Millionen von Fotos im Internet, die wenig oder gar nichts kosten.
Lächelnde junge Damen, händeschüttelnde Herren im Anzug oder tiefsinnige Symbole wie Zahnräder oder Puzzleteile kommen immer gut an.

10. Lassen Sie Farben sprechen

Eine Website braucht Farbe. Orientieren Sie sich an Ihren Lieblingsfarben oder an der Farbe Ihrer Vorhänge. Hauptsache es wird bunt und lebendig.

11. Ihr Logo in fünf Minuten

Ihre Seite braucht ein Logo. Das nennt man auch Corporate Design. Lassen Sie sich nichts aufschwatzen, auch das können Sie selbst. Starten Sie Ihr Textverarbeitungsprogramm und wählen Sie eine von den vielen ungewöhnlichen Schriften, die kostenlos mitgeliefert werden. Und fertig ist das Logo.

12. Schützen Sie Ihre Kontaktdaten

Verstecken Sie Ihre Kontaktdaten möglichst gut, am besten im Impressum. Dort finden Ihre Telefonnummer nur die, die wirklich an Ihnen interessiert sind.

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