WordPress & Vagrant für visuelle Menschen

Letzte Woche habe ich mir angeschaut, wie sich MAMP und Pressmatic im direkten Vergleich so anfühlen. Um das Bild etwas zu erweitern, habe ich mir noch Vagrant angeguckt. 

Beim Zusammenbauen eines Vagrant-WordPress-Workflows haben mir diese beiden Artikel sehr geholfen:

WordPress Development mit VVV (Tuts+)
Setting up a WordPress VVV Workflow (WP Beaches)

In den Artikeln werden alle Schritte zur Installation genau beschrieben.

Optische Oberflächen für VVV und Vagrant

Für mich ist die Arbeit mit dem Terminal deshalb so schwierig, weil ich vor einer „Black Box“ sitze. Erst wenn ich einen passenden Befehl eintippe, spuckt mir das Terminal eine Rückmeldung aus. Weiss ich den Zauberspruch Befehl nicht, sitze ich nur dumm davor und komme nicht weiter.

Spannend fand ich deshalb diese beiden Module:

  1. VVV Dashboard
  2. Vagrant Manager

VVV Dashboard ist eine optische Oberfläche für eine VVV-Installation. Dort kann ich sehen, was sich in meiner Serverumgebung tut und ich kann direkt vom Dashboard aus Aktionen ausführen. Das VVV Dashboard hat mir den Zugang zur Vagrant-Welt sehr erleichtert.
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Pressmatic und MAMP 4.x im Schnell-Vergleich

UPDATE 3. Dezember 2016
Pressmatic wurde von Flywheel aufgekauft und heisst jetzt Local by Flywheel. Die Software ist ab sofort kostenlos und Ihr könnt sie hier herunterladen.

Was ist Pressmatic?
Pressmatic tut das Gleiche wie MAMP, es ist eine Serverumgebung für lokale Rechner. Man kann damit WordPress lokal auf seinem Rechner installieren.

Was macht Pressmatic besser als MAMP?
Pressmatic wirkt auf mich viel moderner als MAMP. Technisch ist der Hauptunterschied der, dass Pressmatic jede Seite in einen separaten VirtualBox-Container packt.
Das Aufsetzen einer neuen Seite geht ausgesprochen flott und ist in wenigen Sekunden erledigt.

Seiten zu klonen und zu duplizieren geht genau so schnell und man kann sich ganze Konfigurationen als Template speichern. Dadurch entfällt der Teil, bei dem man sich zum x-sten Mal durch sämtliche Dashboard-Einstellungen klickt. Das ist schon ziemlich genial.

Pressmatic hat noch mehr schicke Features, zum Beispiel kann man über ein Addon einen Tunnel über ngrok aufbauen, über den man z.B. Kunden auf die lokale Installation gucken lassen kann. Den Tunnel kann man auch dazu nutzen, eine Seite mit mobilen Geräten zu testen.
Ein weiterer Vorteil ist, dass Pressmatic automatisch die neueste WordPress-Version (derzeit 4.6.1) herunterlädt. In MAMP (4.0.4) wird WordPress 4.6. angeboten, es gibt also nur die Major-Release-Versionen. Das ist allerdings ein Riesenfortschritt gegenüber MAMP 3.x, da gab’s eisern nur WordPress 4.0.

Was macht Pressmatic nicht so gut wie MAMP?
Ein kleiner Dämpfer ist für mich der Umgang von Pressmatic mit Multisite.
Dabei fing alles so gut an: Man kann mit einem Klick entscheiden, ob man eine Einzelseite oder eine Multisite-Installation haben möchte. Kein Gehampel mit htaccess und wp-config.php mehr. Bei der Installation kann man sogar zwischen Subdomains und Subfolders wählen.
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Performance-Experiment mit gzip und Browser-Caching

Auf dem WordCamp Nürnberg hat Jan Thiel einen tollen Vortrag zum Theme Performance gehalten: WordPress Performance Mythbuster. Den Vortrag könnt Ihr Euch hier auf wordpress.tv anschauen.

Performance ist ein wichtiges Thema, nicht nur seit Google ein Auge drauf hat. Je langsamer eine Seite lädt, desto schlechter ist die User Experience. Jede Millisekunde zählt, bei mobilen Geräten umso mehr.

Spannend fand ich, wie Jan herausgearbeitet hat, wo denn der Flaschenhals bei den Ladezeiten tatsächlich liegt. Vorsicht Spoiler: Weder die Server-CPU noch der PHP-Code vom WordPress-Core sind hier die Bremse, der PHP Code von Themes und Plugins ist es, der aufs Tempo drückt.

Was logischerweise bedeutet, dass noch’n Plugin Eure Seite nicht unbedingt schneller macht. Auch wenn Performance-Optimierung draufsteht. Ausnahmen bestätigen die Regel.

Das Experiment

Ich hab mir mal zwei Sachen vorgenommen, die Jan in seinem Vortrag erwähnt hat, mit denen man der Netzialisten-Seite Beine machen kann. Ich hab dazu das Google Page Speed Tool genutzt, obwohl ich ein etwas gespaltenes Verhältnis dazu habe: Die Angaben dort muss man mit Vorsicht geniessen und immer die Verhältnismäßigkeit im Auge behalten. Beispiel: Man kann schon „Punktabzug“ kriegen, wenn ein einziges 32KB-Bild nicht optimiert ist.

Die beiden Techniken, die ich mir angeschaut habe, sind:

  1. gzip -Komprimierung
  2. Browser-Caching

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Google Fonts über den eigenen Server einbinden

Es gibt verschiedene Methoden, um Google Fonts in eine Webseite einzubinden. Die klassische Methode ist, die Schriften über einen Link in der header.php oder – besser – über die functions.php ins Theme einzubinden. Ellen Bauer hat einen ausführlichen Artikel dazu geschrieben: Google Fonts in WordPress Themes

Bei dieser Methode liegen die Schriften auf den Google-Servern und werden über einen Link auf meine Webseite geholt. Wird meine Seite geladen, schickt sie eine Anfrage an den Google Server und der liefert dann die Schriften aus. Davon merkt man in der Regel nicht viel. Aber es bleibt die Tatsache, dass eine Abfrage passiert und das dauert ein paar Millisekunden.

Je nach der Qualität der Datenverbindung kann es auch passieren, dass die Schriften nicht schnell genug ausgeliefert werden. Dann erscheinen alle Texte plötzlich in Arial oder Times.
Auch Firewalls können ein Problem darstellen – in manchen Firmen gelten so strenge Regeln, dass die Mitarbeiter keine Google Fonts zu sehen kriegen.

Google Fonts herunterladen und Webfont erzeugen

Aus diesen Gründen bin ich in letzter Zeit dazu übergegangen, Google Webfonts nicht mehr per Link einzubinden, sondern direkt auf den Sever zu laden, auf dem auch das WordPress-Theme liegt. Ich gehe davon aus, dass das rechtlich kein Problem ist, denn die Google Webfonts haben eine SIL Open Font License, die das Herunterladen erlaubt.
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WordPress-Seite lokal auf verschiedenen Geräten testen mit MAMP Pro

In diesem Artikel möchte ich eine Methode vorstellen, wie Ihr eine WordPress-Seite, die auf einem lokalen Rechner liegt, über das WLAN testen könnt. Ich arbeite mit MAMP Pro auf einem Apple-Rechner. 

VORAUSSETZUNGEN

  • Ein Apple-Rechner unter OSX
  • MAMP Pro
  • Ein gemeinsames WLAN, in dem alle Geräte (Server-Rechner, Tablets, Smartphones) angemeldet sind

1. Einen virtuellen Server in MAMP Pro einrichten

MAMP Pro kann man sich als Testversion kostenlos herunterladen.

Um eine lokale WordPress-Seite anzuzeigen muss man zuerst einen virtuellen Host (einen virtuellen Server) einrichten. Wie das geht, wird hier beschrieben. Anschliessend kann man WordPress installieren, der Ablauf ist derselbe wie bei der Installation beim Hoster.

Sobald die WordPress-Seite installiert ist, kann man sie über den Browser aufrufen.
In meinem Beispiel ist es die URL http://testing-stuff.

Bildschirmfoto 2015-12-18 um 11.17.58

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Icon Font oder SVG?

Es gibt immer wieder Diskussionen darüber, ob man kleine Symbole auf einer Webseite über einen Icon-Font oder besser über SVG-Grafiken einbinden sollte.

Icon-Fonts werden deshalb mit SVG-Grafiken auf eine Stufe gestellt, weil SVG ein Vektorformat ist und man diese Grafiken über CSS einfärben kann. Das kann man mit „normalen“ Pixelbildern (PNG, JPEG) nicht machen. Hier braucht man für jede Farbe ein eigenes Bild.

Bei der Entscheidung für oder gegen Icons-Fonts gibt einige Vor- und Nachteile abzuwägen. Ich fasse mal die Wichtigsten zusammen:

Nachteile Icon-Fonts

  • Opera Mini kann keine Icon-Fonts darstellen
    Opera Mini hat einen sehr hohen Marktanteil in Regionen, die keine gute Internet-Infrastruktur haben (Asien, Afrika). Seiten laden schneller, weil Opera Mini „überflüssige“ Daten ausblendet. Icon-Fonts, die über @font-face eingebunden sind, findet Opera Mini überflüssig.
  • Manche Browser (Chrome, Firefox) in manchen Versionen haben Rendering-Probleme.
    Das heisst, die Symbole können unscharf aussehen.

Vorteile Icon-Fonts

  • Über Standard-CSS integrierbar, keine Umbauten am HTML-Code notwendig
  • Auch alte Browser (IE 7 und IE 8) können Icon-Fonts darstellen.
  • Es müssen keine Fallback-Lösungen eingebaut werden.
    Für SVG-Icons braucht man Fallback-Lösungen für ältere Browser

Schlussfolgerung

Jedes Projekt ist anders. Aber wenn man sich sicher ist, dass man auf Opera Mini verzichten kann, dann ist die Entscheidung für einen Icon-Font in Ordnung. Das Einbinden von Icon-Fonts geht schnell, man braucht keine Fallback-Lösungen und für das Styling über CSS braucht man kein Expertenwissen.
Der Umgang mit SVG ist deutlich anspruchsvoller und erfordert mehr KnowHow.


Dieser Artikel beschreibt ausführlich die Vor-und Nachteile beider Herangehensweisen:
Ten reasons we switched from an icon font to SVG

 

Anleitung: Test-Seite mit .htaccess schützen

Eine Webseite, die noch im Aufbau ist, soll nicht jeder sehen können. Erst wenn alles fertig ist, soll die Seite für alle Besucher und Suchmaschinen sichtbar werden. Auf diese Weise kann man in Ruhe arbeiten und sich mit Kunden und Kollegen abstimmen.

Eine einfach Möglichkeit, eine Seite mit einem „Sichtschutz“ zu verpassen, ist eine Coming-Soon-Seite davor zu schalten. Dafür gibt es viele gute Plugins bei wordpress.org.
Damit ist die Seite vor unbefugten Blicken abgeschirmt. Wer Zugangsdaten zum WordPress-Backend hat, kann sich anmelden, alle anderen sehen nur die Coming-Soon-Seite.

Nachteil: Der Umweg über das Backend

Die Coming-Soon-Seite hat jedoch einen Nachteil: Nach der Anmeldung landet man im Backend. Für Laien ist das sehr irritierend, sie verstehen nicht, wo sie sich befinden.
Update: Es sei denn, man kombiniert den Link zur Seite mit einem redirect Parameter. (s. Kommentar von Torsten)

Wenn es also nur darum geht, dass eine Seite vor fremden Blicken geschützt wird und die Besucher gleich im Frontend landen sollen (ohne Umweg übers Backend), dann bietet sich ein anderer, klassischer Weg an: Das Abschirmen der Seite per .htaccess.

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Anleitung: Google Analytics mit Webseite verbinden

Wir setzen bei unseren eigenen Projekten und bei Kunden das Analyse-Tool Statify ein. Damit kann man nachverfolgen, welche Seiten am häufigsten aufgerufen werden und woher die Besucher kommen. Manchen Kunden ist das zu wenig, sie möchten das volle Programm. Die Wahl fällt dann in der Regel auf Google Analytics. Google Analytics ist kostenlos und es gibt praktisch nichts, was man damit nicht auswerten kann.
[white_box]Für die folgende Anleitung übernehme ich keine Gewähr. Ich habe lediglich versucht, die relevanten Informationen nach bestem Wissen zusammenzutragen. Stand: Juli 2014[/white_box]
Beim Verbinden einer Webseite mit Google Analytics muss man ein paar Dinge beachten, wenn das Ganze datenschutzkonform ablaufen soll.

Schritt für Schritt zu Google Analytics

  1. Google-Konto anlegen
  2. Google-Tracking-Info finden
  3. Tracking-Info einbinden
  4. IP-Adressen anonymisieren
  5. Vertrag mit Google abschliessen
  6. Impressum/Datenschutzerklärung ergänzen
  7. Opt-out-Link einbauen
  8. Alte Daten löschen

1. Ein Google-Konto anlegen

Damit Eure Webseite mit Google Analytics ausgewertet werden kann, braucht Ihr als erstes ein Google-Konto. Wer schon eins hat, kann das natürlich benutzen. Aber ohne Konto geht leider nichts, denn Google-Analytics ist Teil eines Google-Kontos.
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Drei nützliche Online-Tools für Webdesigner

JPEG- und PNG-Dateien komprimieren

Die meisten Bildbearbeitungsprogramme geben Bilder in relativ großen Dateigrößen aus, trotz bereits eingebauter Kompression. Eine eine gute Bildkompression – und damit eine möglichst kleine Dateigröße – ist aber entscheidend für die Ladezeiten einer Webseite. Gleichzeitig soll man den Bildern die Kompression möglichst nicht ansehen.

Mit diesen beiden Online-Tools findet man ganz schnell den idealen Kompromiss zwischen guter Darstellung und Dateigröße:

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Quo vadis Wunderlist?

Seit einer guten Weile arbeite ich jetzt mit Wunderlist. Die App hat mir sofort gefallen – ja, auch wegen der „schönen“ Oberfläche. Aber auch wegen ihrer Einfachheit und Stringenz. Leider hat Wunderlist inzwischen etwas Moos angesetzt. Seit einem Jahr steht die Entwicklung still.

Das letzte große Update von Wunderlist gab es im Juli 2011. Neue Sprachen und die Möglichkeit Listen zu teilen kamen hinzu. Seitdem wurden neue Plattformen integriert (Android, Linux, Blackberry), aber inhaltlich bewegte sich nichts mehr. Im 6Wunderkinder-Blog gibt es außer Nutzerzahlen nicht viel zu sehen.

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