WordPress Premium-Theme anpassen – lohnt sich das?

Premium-Themes wie Divi, Avada, Enfold & Co. kommen mit einem ganzen Bündel an fest eingebauten Funktionen. Jeder kann sich damit schnell und ohne Programmierkenntnisse eine schicke Website bauen. Und das zum höchst attraktiven Preis – ab 50$ ist man dabei.

Unter Freelancern und kleinen Agenturen sind diese Themes sehr beliebt.
Es gibt allerdings Projekte, für die solche Themes weniger gut geeignet sind.
Mit einem Allzweck-Theme stößt man immer dann an Grenzen, wenn etwas anders sein soll, als es der Theme-Autor eingeplant hat.

Änderungen sind nicht vorgesehen

Verhält sich der Slider nicht so wie gewünscht? Ist das Akkordeon mobil nicht gut bedienbar? Kann der PageBuilder etwas nicht umsetzen?

Funktionen wie Slider, Akkordeons und PageBuilder werden normalerweise per Plugin in die Site geholt. WordPress trennt Aussehen und Funktionalität voneinander: Das Theme ist für das Aussehen zuständig, für die Funktionen sucht man sich Plugins aus dem Plugin-Verzeichnis. Die Idee dahinter ist, dass man das Design (= Theme) wechseln kann, ohne dass dabei Funktionen (= Plugins) verloren gehen.
Umgekehrt wird auch ein Schuh draus: Wenn Slider-Plugin A den gewünschten Überblend-Effekt nicht anbietet, wird es eben gegen Slider-Plugin B ausgetauscht.

Alles in einem Paket

Premium-Themes halten sich nicht an dieses Prinzip. Sie packen Design und Funktionen zu einem fest verschnürten Paket zusammen. Das macht das Umsetzen von Änderungen ziemlich knifflig. Denn ein Plugin kann man austauschen, eine ins Theme eingebundene Funktion nicht so ohne Weiteres.
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Was kostet eine WordPress-Seite?

Ein Mensch, nennen wir ihn Paul, braucht eine Webseite und er fragt sich, was das wohl kosten würde. Unter dem Stichwort „WordPress Agentur“ spuckt die Suchmaschine eine lange Liste von Ergebnissen aus. Kleine und große Dienstleister – und ein wildes Durcheinander an Preismodellen.

Eine Agentur bietet ein „WordPress Komplettpaket“ für 600€ an, eine andere spricht von „WordPress Custom Themes“ und will dafür 3.000€ haben. Und bei Themeforest gibt es coole Themes schon für 60€.

„Geht’s noch?“, empört sich Paul. „Ich bin doch nicht blöd und zahle 3.000€, wenn ich das Ganze für 60€ kriegen kann!“

Wie kann das sein, dass für ein und dasselbe Produkt so unterschiedliche Preise aufgerufen werden?

Es steht zwar überall WordPress drauf, aber es ist nicht überall dasselbe drin

Option 1: Selber machen

Auch ein Laie kann sich eine WordPress-Seite ganz bequem über die Benutzeroberfläche (aka WordPress Dashboard) zusammenbauen. Dafür wurde WordPress erfunden. Mit dem Code dahinter kommt man dabei nicht in Berührung.
WordPress selbst und viele gute Themes sind gratis und lassen sich kostenlos herunterladen. Man muss allerdings bereit sein, sich in die Thematik einzuarbeiten. Je nach Vorwissen und Ziel kann das schon mal ein paar Tage dauern.

Schneller geht’s auch mit dem Premium Theme nicht. Im Gegenteil: Diese Themes sind sehr komplexe Konstruktionen, weil sie für jeden etwas bieten müssen. Zusätzlich zu den WordPress Grundlagen muss man sich hier noch in die individuelle Systematik des jeweiligen Themes einarbeiten.

GEEIGNET FÜR
Kleine Projekte mit einfachen Anforderungen.

WENIGER GEEIGNET FÜR
Komplexe Projekte, bei denen Eingriffe in die Theme-Dateien (Templates) nötig sind oder spezielle Plugins gebraucht werden. Natürlich ist auch hier selber basteln möglich und die WordPress Community ist sehr hilfsbereit. Aber das Risiko, eines Tages vor einer kaputten Seite zu sitzen, steigt mit jedem Codeschnipsel, den man irgendwo aufgegabelt, aber nicht so ganz verstanden hat.
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Justin Tadlock’s „Unique-Theme“

Vorgestern hat Justin Tadlock, der Entwickler des WordPress-Frameworks Hybrid und kluger und versierter WordPress-Experte, ein spannendes Experiment gestartet. Er hat sein Unique Theme auf die Verkaufsplattform Themeforest gestellt, das streng nach den WordPress-Standards programmiert ist. – Moment mal, das soll spannend sein?!

Doch, ist es. Dazu muss man wissen, dass es seit einiger Zeit eine lebhafte Diskussion unter WordPress-Entwicklern gibt, die die schlechte Qualität von Themeforest-Themes beklagen. Natürlich schreiben nicht alle Autoren schlechten Code, aber doch ein großer Teil. Auf die Verkaufszahlen wirkt sich das nicht weiter negativ aus, denn die Kunden kaufen nach Optik. Alle Themes, auch die weniger guten, sind grafisch perfekt aufgemacht. Ob der Code etwas taugt, erkennt man leider erst nachdem man das Theme gekauft hat.

Dankenswerterweise beteiligt sich Themeforest an der Diskussion und man arbeitet daran, die Qualitätskontrolle zu verbessern. Aber das ist natürlich alles andere als leicht bei über 2000 Themes.

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