MojoMotor – das kleine CMS, das wachsen kann

Dieser Artikel ist ursprünglich am 19. 05. 2011 erschienen.
Das ist eine ganze Weile her. Der Inhalt ist wahrscheinlich nicht mehr aktuell.

MojoMotor ist ein Redaktionssystem für kleine Kundenprojekte. Der Kunde kann mit der Bearbeitung seiner Inhalte sofort loslegen. Keine Schulungen, keine Handbücher, die Bearbeitung der Inhalte passiert ausschließlich über das Frontend.

Vor einiger Zeit bin ich über MojoMotor von EllisLab gestolpert. Ich wurde neugierig, denn die Beschreibung klang verführerisch: „The Publishing Engine that Does Less“.
Inzwischen habe ich den kleinen Bruder vom großen ExpressionEngine bei einem Projekt eingesetzt.

Installation und Einbinden des Designs

In MojoMotor kann man jede beliebige HTML-Vorlage einbauen. Vor der Installation legt man in der HTML-Vorlage die Regionen fest, die editierbar sein sollen. Das sind in der Regel die Hauptspalte und einzelne Bereiche in der Randspalte. Die Dateien (HTML-Template, CSS-Dateien, Bilder) können gleich bei der Installation in MojoMotor importiert werden.

Die Navigation erhält ein eigenes Tag, an dessen Stelle MojoMotor dann entsprechend der Seitenstruktur das Menü einfügt. Beim Import wird aus der Vorlage das Layout generiert, die HTML-Datei bleibt unverändert.

Die Installation auf dem Server erfolgt über einen „Wizard“. Nach wenigen Eingaben ist man startklar. Wer beim Markieren der Regionen sorgfältig gearbeitet hat, hat die Hauptarbeit jetzt schon getan.
Das Layout kann man auch nachträglich noch bearbeiten. Man kann beispielsweise zusätzliche Templates für verschiedene Seiten anlegen, wenn zum Beispiel die Startseite anders gestaltet sein soll als die Unterseiten.
Um das System möglichst einfach zu halten sind nur zwei Benutzergruppen möglich: Admin-Benutzer können alles sehen und bearbeiten, Editoren können Seiten anlegen und bearbeiten, haben aber keinen Zugriff auf das Layout.

Inhalte mit einem Klick bearbeiten

Die Bearbeitung passiert ausschließlich über das Frontend, ein Klick auf den Artikel genügt. Der Text-Editor ist in der Grundausstattung erfrischend übersichtlich, es gibt nur wenige, elementare Formatierungsmöglichkeiten. Wer mehr Möglichkeiten haben möchte, kann den Editor natürlich erweitern.

Für Eingriffe in die Struktur – Änderungen im Layout, das Einrichten neuer Seiten – steht am oberen Seitenrand eine Leiste mit einem Menü zur Verfügung.
Wenn man das Ergebnis seiner Arbeit betrachten möchte, verschwinden alle Bedienelemente auf einen Mausklick automatisch.

Skalierbarkeit: Nach oben offen

Wenn MojoMotor zu klein wird, kann das System wachsen: Die Schnittstelle zu ExpressionEngine ist bereits fest mit eingebaut. Alle Einstellungen und Inhalte werden problemlos übernommen.
Kunden können sich so leichter auf ein kleines CMS einlassen, denn wenn das Geschäft wächst, ist klar, wie es weitergeht. Eine wirklich gut durchdachte Lösung wie ich finde.

MojoMotor im Überblick

  • Kosten
    MojoMotor kostet 49,95 $, also ungefähr 34 EUR.
  • Systemvoraussetzungen
    Mindestens PHP 5.1.6 und MySQL;
    Es gibt ein Tool, das vor der Installation das System prüft.
  • Einarbeitungszeit
    Sehr kurz. Ich habe nur wenige Stunden gebraucht, um meine erste Website mit MojoMotor live schalten zu können.
  • Sprache
    Benutzerhandbuch und Foren ausschließlich auf Englisch.
    Es gibt ein Sprachpaket, um die Bearbeitungsmasken auf deutsch umzustellen.
  • Voraussetzungen Webdesigner
    MojoMotor wendet sich ausdrücklich an „Professionals“. Man sollte sich mit HTML und CSS auskennen. Es erleichtert den Einstieg, wenn man schon mal mit einem Redaktionssystem gearbeitet hat und einige Einstellungen auf dem Server selbst durchführen kann.
  • Voraussetzungen Kunde
    Der Kunde muss im wesentlichen den Editor bedienen können.
    Alles andere ist weitgehend selbsterklärlich, da die Navigation ausschließlich übers Frontend erfolgt.

Kommentare, die nichts mit dem jeweiligen Artikel zu tun haben, oder die (weitgehend) inhaltslos sind und keinen Mehrwert für andere Leserinnen und Leser bieten, veröffentlichen wir nicht.

3 Kommentare zu “MojoMotor – das kleine CMS, das wachsen kann

  • Alexander 24. Mai 2011

    Super Beitrag. Würde gern mehr Artikel zu dem Thema lesen. Freu mich auf die naechsten Posts.

  • Elisabeth 25. Mai 2011

    Danke für die Rückmeldung!
    Es wird in der nächsten Zeit auf jeden Fall noch mehr zu MojoMotor und auch zum „großen Bruder“ ExpressionEngine geben.

  • Hm, MojoMotor scheint alles das zu haben was ich bei WordPress bisher noch vermisse. In puncto FrontEnd-Editing zum Beispiel ist MojoMotor auf jeden Fall „besser“ als WordPress. Der Punkt mit dem Design und dessen Bearbeitung gefällt mir allerdings nicht so, da ziehe ich WordPress doch eher vor, ;)

Die Kommentare sind geschlossen.