Suchmaschinen-Optimierung: Worauf es wirklich ankommt

Dieser Artikel ist ursprünglich am 25. 11. 2011 erschienen.
Das ist eine ganze Weile her. Der Inhalt ist wahrscheinlich nicht mehr aktuell.

Wenn man bei Google nach dem Stichwort Suchmaschinen-Optimierung sucht, wird man schier erschlagen von der Menge an Informationen. SEO ist ein sehr lukrativer Markt, es wird viel versprochen und in bunten Farben angepriesen.
Nicht nur Kunden haben deshalb mitunter merkwürdige Vorstellungen davon, was man „haben muss“, um bei Suchmaschinen zu punkten.
Wie ticken Suchmaschinen eigentlich? Und womit kann man sie überzeugen?

Das Spiel

Suchmaschinen wie Google haben ein Ziel: Geld verdienen. Die Unternehmen machen ihr Geschäft mit Anzeigen, die sie neben den Suchergebnissen platzieren. Diese Anzeigen lassen sich am besten verkaufen, wenn möglichst viele Leute möglichst oft die Suchmaschinen-Seite besuchen.

Natürlich möchte jeder Website-Anbieter seine Seite ganz oben auf der Liste sehen.
Hier kommen die Suchmaschinen-Optimierer ins Spiel. Die mit dem schwarzen Hut versprechen viel und versuchen, Google auszutricksen. Die mit dem weißen Hut versprechen weniger und setzen auf Qualität und ein paar technische Rafinessen.

Warum eine Suchmaschine kein Telefonbuch ist

Suchmaschinen verknüpfen Suchanfragen mit dazu passenden Inhalten. Das tut ein Telefonverzeichnis auch. Aber eine Suchmaschine filtert nicht nur Daten, sie interpretiert sie. Denn die Nutzer sollen nicht irgendwelche Inhalte sehen, sondern nur solche, die sie tatsächlich interessieren. Google sucht deshalb nach relevanten Inhalten. Die Besucher sollen schließlich interessante Ergebnisse finden, nur dann kommen sie wieder.

Um Spreu und Weizen zu trennen, versucht die Suchmaschine herauszufinden, wie wertvoll eine Seite in Bezug zu einem bestimmten Suchwort ist. Man könnte sagen, eine Suchmaschine sucht nach Indizien für gute Inhalte.
Welche Kriterien das genau sind, ist nur zum Teil bekannt, der Rest ist ein gut gehütetes Geschäftsgeheimnis. Ein paar grundlegende Regeln sind aber klar: So prüft der Suchrobot, wie oft ein Suchwort in einem Text vorkommt und wie es verteilt ist, ob die Suchwörter zum Thema der Seite passen, wie das Verhältnis von Text und Werbung ist oder wie schnell eine Seite lädt. Die Liste der Bewertungs-Kriterien ist lang.
Zum Weiterlesen: In der Webmasterzentrale, dem offiziellen Google-Blog, gibt es Tipps zur Erstellung hochwertiger Websites.

Was Du als Blogger tun kannst

Gute Inhalte bieten

Qualität ist der Schlüssel zum Erfolg. Gute Inhalte ziehen nicht nur Besucher an und sorgen dafür, dass sie wiederkommen – auch Suchmaschinen honorieren gute Inhalte.

Damit Deine Seite gefunden wird, solltest Du die Suchwörter kennen, mit denen potenzielle Besucher auf die Suche gehen. Statistik-Tools wie Google-Analytics sind dabei eine große Hilfe. Hier kannst Du sehen, welche Suchwörter (Keywords) die Besucher auf die Seite geführt haben. Eventuell lohnt es sich, diese Suchwörter systematisch zu analysieren und die Texte etwas mehr auf diese Begriffe zuzuschneiden.

Aber bitte mit Gefühl. Lieber ein paar Schlüsselwörter weniger als ein zu Tode optimierter Text, den keiner mehr lesen mag. Und Google ist nicht dumm: Zu viele Keywords werden als Indiz für minderwertigen Content gewertet.

Eine gute Struktur aufbauen

Es reicht nicht, nur die Startseite zu optimieren, die Seite muss als Ganzes funktionieren. Die Qualität der Inhalte sollte auf allen Unterseiten gleichermaßen hoch sein. Auch Links und Querverweise innerhalb der Seite sind wichtig. Sie führen nicht nur den Leser weiter hinein in die Seite, auch Suchmaschinen mögen sie und gehen ihnen nach.

Vernetzen, vernetzen, vernetzen

Google wertet Links, die von außerhalb auf eine Seite zeigen, als Qualitätsmerkmal. Ein Blogartikel, der oft verlinkt wird, ist sehr wahrscheinlich interessant. Das heißt also, wer viele Backlinks hat, erzielt ein gutes Ranking.

Weil Backlinks eine rein quantitative Größe sind, ist das eine Schraube, an der man prima drehen kann. Woher die Links kommen, ist ja im Prinzip egal, Hauptsache es sind viele. Backlinks sind dadurch ein einträgliches Geschäft geworden. Kaum kauft man ein paar Hundert Backlinks, schon saust das Ranking nach oben?

Nicht ganz. Mit dem letzte Update von Google ist es damit vorbei. Sobald innerhalb von kurzer Zeit ein großer Haufen Backlinks aus dem Nichts auftaucht, sinkt jetzt das Ranking anstatt zu steigen. Google achtet seit Neuestem darauf, dass Backlinks natürlich – also langsam – wachsen und dass die Verweise nicht irgendwoher kommen, sondern von Seiten mit verwandten Themen.

Auch die Vernetzung über soziale Netzwerke ist jetzt ein Ranking-Faktor. Facebook & Co. gehören inzwischen auch google-offiziell zu einem guten SEO-Konzept.

 

4 Kommentare zu “Suchmaschinen-Optimierung: Worauf es wirklich ankommt

  • Gut auf den Punkt gebracht. Das ist das Schöne an euren Artikeln und dem Newsletter. Danke dafür!

    Herzliche Grüße

    claudia

  • Ontopic: Seid ihr eigentlich ein dofollow blog? Dann kommentiere ich jetzt öfters ;-)

  • Du hast deinen Beitrag sehr interessant geschrieben. Ich sehe mich da gern als ein Herr mit weißem Hut, der auf Qualität und langfristig stabilen Erfolg setzt. Die mit dem schwarzen Hut müssen sich ja auch immer bemühen, in der kurzen Zeit die bleibt, möglichst viel abzugreifen, da sie ohnehin keinen Langzeiterfolg vorweisen können. ;-)

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