WordPress und SEO: Die Basics

Dieser Artikel ist ursprünglich am 08. 02. 2013 erschienen.
Das ist eine ganze Weile her. Der Inhalt ist wahrscheinlich nicht mehr aktuell.

Das Optimieren von Webseiten für Suchmaschinen hat den Ruf einer Geheimwissenschaft. Wenn die Webseite fertig ist, kommt der SEO-Profi mit seinem Zauberstab und macht, dass Google glücklich ist.

Wer sich den Profi nicht leisten kann, installiert sich eines der bekannten WordPress-PlugIns. Hier steckt das Geheimwissen dann irgendwo im Code.

Aber Suchmaschinen-Optimierung funktioniert auch mit einem PlugIn nicht ganz von allein. Das PlugIn will konfiguriert werden und spätestens jetzt stellt sich die Frage: Worum soll es bei der Optimierung eigentlich gehen?

Ohne Suchmaschinen läuft nichts

Suchmaschinen sind sehr wichtig für den Erfolg einer Webseite, denn die meisten Besucher finden über Google & Co den Weg auf eine Seite. Das heißt, alle Inhalte müssen so aufbereitet werden, dass Suchmaschinen sie gut erfassen können.

SEO-PlugIns bringen jede Menge KnowHow dazu mit und man macht bestimmt nichts falsch, wenn man eines installiert. Aber letztendlich entscheidet die Qualität der Inhalte, ob eine Seite bei den Suchmaschinen gut ankommt oder nicht. Fehlt ein klares inhaltliches Konzept, werden sich Suchmaschinen (und Besucher) schwer tun.

Texte, die nicht auf den Punkt kommen und verwirrende Strukturen neutralisieren jede Optimierungs-Bemühung. Hier kann auch der smarteste SEO-Spezialist nichts ausrichten.

WordPress für Suchmaschinen einrichten

Die gute Nachricht: WordPress spricht auch ohne PlugIn mit den Suchmaschinen. Mit ein paar Handgriffen kann man jede WordPress-Installation für Suchmaschinen einrichten.

1. Die Link-Ausgabe ändern

In der Standard-Konfiguration kommt WordPress mit etwas unansehnlichen Links daher. Ist ein Artikel in der Einzelansicht ausgewählt, erscheint oben in der Adressleiste des Browsers so etwas wie „www.die-netzialisten.de/?p=123“. Darunter kann sich die Suchmaschine nichts vorstellen. Besser ist es, wenn der Name des Artikels im Link auftaucht. Dann sieht der Link so aus: „www.die-netzialisten.de/wordpress-und-seo-basics“.

Wie der Link aufgebaut sein soll, kann man im Backend unter Einstellungen/Permalinks einrichten.

WordPress Permalinks einstellenIn der hier abgebildeten Einstellung erscheinen die Kategorie und der Titel des Artikels hinter der Blogadresse. Man kann den Link aber auch so einstellen, dass nur der Titel des Artikels gezeigt wird: Dazu einfach die Option darüber („Artikelname“) anklicken.

2. Beschreibungen bei Bildern und Links

Lästig, aber wichtig: Wenn man ein Bild hochlädt oder einen Link setzt, sollte man sich die Mühe machen, eine aussagekräftige Beschreibung dazu einzugeben. Google ist dafür sehr dankbar.

3. Artikel-Überschriften mit Keyword

In der Überschrift des Artikels sollte das wichtigste Stichwort (Keyword) für den Artikel vorkommen . Im Artikeltext natürlich auch. Mit dieser einfachen Faustregel kommt man schon ziemlich weit.

4. Für kurze Ladezeiten sorgen

Google achtet sehr genau darauf, wie schnell eine Seite lädt. Eine kurze Ladezeit erreicht man am besten durch schlanken und gut funktionierenden Code (Javascripts auslagern und komprimieren, alle nicht genutzte Scripts löschen, CSS-Dateien zusammenfassen, Bilder komprimieren etc.).

Wer nicht am Code herumbasteln möchte, kann sich mit einem Trick behelfen: Die Seite lädt nämlich auch dann schneller, wenn WordPress nicht bei jedem Seitenaufruf die Inhalte aus der Datenbank abrufen und zusammenbauen muss.
Ein Cache-PlugIn sorgt dafür, dass die letzte Version der Seite in einer Art Zwischenspeicher vorgehalten wird. Diese gespeicherte Version wird dann an den anfragenden Browser ausgeliefert. Das geht deutlich schneller und spart eine Menge Zeit. Mein Tipp wäre das PlugIn Cachify von Sergej Müller.

Über Sinn und Nutzen einer XML-Sitemap gehen die Meinungen auseinander. Google empfiehlt sie noch, aber viele Suchmaschinenexperten glauben nicht an eine große Wirkung.
Übrigens: Seiten mit einem Responsive Design haben gute Karten bei Google. Im Google Webmaster Central Blog ist zu lesen , dass Google die Responsive Design Technik für alle Seiten empfiehlt, die für Smartphones optimiert werden sollen.

5. Verlinkungen innerhalb der Seite

Ganz wichtig sind auch Links innerhalb der Seite. Solche Links führen Besucher und Suchmaschinen tiefer in die Seite hinein.

Eine einfache Möglichkeit, solche Querverlinkungen zu schaffen, sind Verweise auf Artikeln, die sich mit ähnlichen Themen befassen. Konkretes Beispiel: Unter diesem Artikel werden alle Beiträge aus dem Blog aufgelistet, die sich mit dem Thema „SEO“ beschäftigen. Alle diese Beiträge sind mit dem Schlagwort „SEO“ versehen und WordPress sucht nun die Posts heraus, die dieses Schlagwort gemeinsam haben.

Unter dem Stichwort „related posts“ findet Ihr im WordPress PlugIn Directory eine Reihe von Erweiterungen, mit denen Ihr diese Funktion in Eure Seite einbinden könnt.

Ein Kommentar zu “WordPress und SEO: Die Basics

  • XML-Sitemap Plugins lohnen sich bei grossen Blogs mit vielen Beiträgen und häufig neuen Beiträgen, aber für 10 Unterseiten, braucht man keine XML-Sitemap.

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