Warum Barrierefreiheit auch für deine Website wichtig ist

Wie viele Leute verwenden wohl einen Screenreader um diese Webseite anzuschauen? Der Anteil dürfte im niedrigen einstelligen Prozentbereich liegen. Ist Barrierefreiheit hier also kein Thema?

10% der Besucher können eine Website, die nicht barrierefrei ist, überhaupt nicht nutzen. Das sind Menschen, die eine anerkannte Schwerbehinderung haben und die sich mit einem Screenreader, der Tastatur oder anderen Hilfsmitteln durch die Website bewegen.

30% der Besucher brauchen eine barrierefreie Website. Sie sind sehbehindert und können beispielsweise zu schwache Kontraste nicht erkennen. Sie haben eine Konzentrationsschwäche oder eine motorische Einschränkung. Oder sie haben eine andere Muttersprache als Deutsch.

100% der Besucher hilft eine barrierefreie Website. Weil sie gut lesbar ist – z.B. auch unter schlechten Lichtverhältnissen und auf einem mobilen Gerät. Weil die Texte gut verständlich sind und man sich sicher orientieren kann.

Übrigens: Suchmaschinen freuen sich über eine barrierefreie Website.

Quelle: Einfach für Alle

Wer profitiert von einer barrierefreien Webseite?

  • Menschen mit einer Sehbehinderung, die starke Kontraste auf ihrem Bildschirm brauchen
  • Menschen, die im hellen Sonnenlicht eine Adresse auf ihrem Smartphone lesen wollen
  • Menschen, die per Tastatur statt Maus navigieren, weil sie keine Arme haben
  • Menschen, die per Tastatur statt Maus navigieren, weil sie Rheuma in den Händen haben oder ihr rechter Arm vorübergehend einen Gipsverband hat
  • Menschen, die eine geistige Behinderung haben
  • Menschen mit einem Hochschulabschluss, deren Muttersprache nicht Deutsch ist
  • Menschen, die eine Aufmerksamkeitsstörung haben und sich schlecht konzentrieren können
  • Menschen, die nach einem langen Arbeitstag müde sind und sich schlecht konzentrieren können
  • Alte Menschen, die unsicher sind und leicht die Orientierung auf der Webseite verlieren
  • Junge Menschen, die unsicher sind und leicht die Orientierung auf der Webseite verlieren

Dieser Artikel stammt ursprünglich aus dem Jahr 2016. Er wurde im September 2020 überarbeitet und aktualisiert.

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