Webdesign-Entwürfe online präsentieren

Dieser Artikel ist ursprünglich am 13. 02. 2012 erschienen.
Das ist eine ganze Weile her. Der Inhalt ist wahrscheinlich nicht mehr aktuell.

In diesem Artikel möchte ich Euch vier kostenlose Tools vorstellen, mit denen Ihr Entwürfe für Kundenprojekte online präsentieren könnt. Alle vier Tools sind kostenlos nutzbar.

Das Prinzip ist bei allen Angeboten dasselbe: Ihr legt Euch einen Account an mit Passwort und Username (Die einzige Ausnahme ist Mocku.ps, hier muss man sich nicht anmelden).
Dann könnt Ihr ein Bild hochladen – z.B. einen Screenshot oder Wireframe –, zu dem die App eine spezifische URL erzeugt. Diesen Link könnt Ihr dann  Eurem Kunden schicken.
Der Kunde kann das Bild direkt aufrufen und kommentieren – er muss sich weder anmelden und noch braucht er etwas auf seinem Rechner zu installieren.

1.Cageapp.com

Cage macht alles genau wie oben beschrieben. Allerdings erscheinen die hochgeladenen Bilder als Ausschnitt. Das sieht zwar interessant aus, ist aber etwas irritierend. Besser wäre es, man würde das ganze Bild sehen.

2. Revisu.com

Revisu ist gut geeignet für Teams, die sich untereinander abstimmen möchten. Ganz rund läuft die App noch nicht, die Funktion „Team Approval“ konnte ich nicht beispielsweise testen, weil der Browser beim Laderädchen hängen blieb.

3. Mocku.ps

Mocku.ps ist ideal, wenn man auf die Schnelle einen Screenshot mit einem Kollegen teilen möchte. Ganz  ohne Login-Zirkus, einfach so.

4. Prevue.it

Prevue.it ist mein klarer Favorit. Die App bietet ein sehr übersichtliches und elegantes Interface und ist gleichzeitig die Vielseitigste der vier. Mit prevue.it bleibt der Ablauf eines Projektes nachvollziehbar.

Allerdings stelle ich fest, dass sich meine Kunden ein bisschen schwer tun mit dem Konzept der Anmerkungen und Kommentare. Auch das Markieren eines Bild-Bereiches mit der Maus – um dann einen Kommentar abzugeben – ist etwas Fremdes.

Für den Abstimmungsprozess wäre es außerdem besser, man könnte dem Kunden klarere Vorgaben machen. Also: Welche Fragen stellen sich bei diesem Entwurf, wie steht er im Zusammenhang zur nächsten Variante und so weiter.

Kostenpflichtige Tools

Neben diesen vier kostenfreien Apps gibt es eine Vielzahl von Angeboten, die eine monatliche Nutzungsgebühr kosten.

Die einfacheren bieten nicht viel mehr Service als die kostenfreien Varianten. Werden die Funktionalität komplexer, füllt sich auch das Interface. Die Lernkurve wird steiler und die Apps werden dadurch eher weniger als mehr „kundentauglich“.

Die Gebühren, die die Anbieter aufrufen, sind teilweise ziemlich saftig, so dass sich die Kosten für Freelancer nur bei entsprechendem Durchsatz rentieren.

Beispiele für kostenpflichtige Apps

Leider ist keine Lösung dabei, die alle meine Wünsche erfüllen würde.
Ich hätte gern folgende Möglichkeiten:

  • Projekte anlegen
  • Mehrere Projektphasen unter einem Projekt zusammenfassen
  • Über die Projektphasen die Änderungsschritte nachvollziehbar machen und dokumentieren
  • Nicht ausschließlich über Kommentare arbeiten:
    Kurze Beschreibungen zum Entwurf zeigen dem Kunden, worauf der achten muss bzw. welche Fragen er beantworten soll.
  • Status-Tags (in Arbeit/in Abstimmung/fertig) vergeben
  • Keine überflüssigen Features – so übersichtlich und einfach bedienbar wie möglich

Wenn jemand so ein Tool kennt, ich bin für jeden Tipp dankbar!

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7 Kommentare zu “Webdesign-Entwürfe online präsentieren

  • Super Liste! Soweit ich weiß, wird bei „Cage“ mit Hochdruck an einer komplett neuen Plattform gearbeitet, die eine Menge neuer Funktionen bringen soll. Es wurden User-Wünsche über einen längeren Zeitraum abgefragt und gesammelt. Allerdings soll dieses neue „Cage“ dann auch kostenpflichtig sein. Wir hatten bisher ganz gute Erfahrungen damit und unsere Entwürfe wurden eigentlich immer in voller Breite angezeigt. Das System war bisher sehr gut intuitiv bedienbar und die Kunden kamen super klar damit. Was aber definitiv momentan fehlt ist die Möglichkeit einer Versionierung.

    • Die Entwürfe werden natürlich ganz angezeigt. Ich meinte die „Thumbs“ in der Übersicht.
      Kostenpflichtig darf so ein Service ruhig sein, finde ich. Es muss niemand umsonst arbeiten. Aber das mit der kundentauglichkeit ist so ein Knackpunkt.
      Wahrscheinlich liegt’s an meinen unbegabten Kunden ;o)

  • Jedenfalls definitiv ein spannendes Thema. Wir verfolgen Euer Blog sehr gerne :-)
    Grüße aus LL!

  • ich habe die prevue sofort ausprobiert nach eurem Artikel und finde sie ein prima Tool, zum Austausch über Design-Entwürfe…

    schön wäre allerdings auch, wenn auch die Kunden direkt an einem Entwurf Kommentare hinterlassen kann…

    Vielen Dank für euren Hinweis!!!

    Freu mich jeden Freitag über neue Tipps und Tricks von euch!

    liebe grüsse

    ma

  • Sehr schöne Aufstellung, hilfreiche Tools dabei. Vielen Dank dafür, werde ich bestimmt einsetzen können.

  • Super, danke für die Auflistung der Tools. Gerade für Design-Projekte ist das ja wirklich super geeignet.

    LG Gregor

  • Siegbert 11. Juli 2012

    Mir ist irgendwie noch nicht ganz verständlich geworden warum man seine Entwurfsgrafik(en) der Kundschaft nicht wie gewohnt über die eigene Homepage auf z.Bsp. extra geschützten Seiten präsentieren sollte.
    Oder falls diese nicht vorhanden ist (was bei einem Webdesigner wohl eher verkaufshemmend wäre) auf einem der zahllosen kostenlosen Webspaces.
    Das man dann auch noch für derartige Dienste wie oben beschrieben, bis nahezu 100$ (!!) jeden Monat unter’s Volk bringen möchte, will sich mir erst recht nicht erschließen.

    Gruß, Siegbert

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