eReader-Vergleich: Kobo Touch und Amazon Kindle Touch

Dieser Artikel ist ursprünglich am 30. 04. 2012 erschienen.
Das ist eine ganze Weile her. Der Inhalt ist womöglich nicht mehr ganz aktuell.

Da ich viel am Bildschirm arbeite, sind meine Augen abends müde. Zu müde, um Bücher in normaler Schriftgröße zu lesen. So wurde der Stapel der ungelesenen Bücher neben meinem Bett immer höher.

Also musste ein eReader her. Und weil der/das Kindle so hässlich ist, wurde es ein Kobo Touch. Inzwischen hat mich der Kobo Touch wieder verlassen. Und auf meinem Nachttisch liegt – ein Amazon Kindle Touch.

Der Kobo Touch

Das Lesen mit dem Kobo-Touch ist sehr angenehm. Die Benutzeroberfläche ist schön gestaltet, die Bedienung lernt sich schnell. Alle Texte lassen sich individuell einstellen: Schriften, Schriftgrößen, Text-Ausrichtung und Zeilenabstände waren konfigurierbar.

Trotzdem teilte der Kobo Touch bald das Schicksal der ungelesenen Bücher. Der Grund: Es war nichts drauf, das ich lesen mochte.

Wenige Bücher

Natürlich kann man im Kobo Shop Bücher kaufen. Aber die sind leider genau so teuer wie ein gedrucktes Exemplar im Buchladen. Und die Auswahl ist – verglichen mit der beim Riesen Amazon – relativ klein.

Ich konnte mich nicht recht überwinden, ein Buch zu kaufen. Ein eBook hat in meinen Augen günstiger zu sein als ein gedrucktes Buch, Neuerscheinungen und aktuelle Bestseller ausgenommen.
Zwar gibt es eine ganze Reihe von literarischen Klassikern, die man umsonst herunterladen kann. Aber der literarische Anspruch passte zu selten zu meiner abendlichen Verfassung.

Keine Dokumente

Der zweite Showstopper: Ich konnte dem Kobo Touch über WIFI keine Dokumente schicken. Nicht per Mail, nicht über eine App. Wenn ich also einen Artikel aus dem Web lesen wollte, musste ich das Dokument auf meinen Desktop-Rechner herunterladen, das USB-Kabel herauskramen und den Kobo Touch mit dem Rechner verbinden. Zwei, drei Mal habe ich das gemacht; danach habe ich es vergessen.

Seit ein paar Tagen hat der Kobo Touch einen neuen Besitzer.

Auftritt Kindle Touch

Inzwischen kann man den Kindle Touch (Affiliate-Link) im deutschen Amazon-Shop kaufen. Ich habe mir nach (sehr) kurzer Überlegung einen bestellt.

In den letzten drei Tagen habe ich auf dem Kindle Touch etwa tausend Seiten Krimi gelesen und einige interessante Artikel aus dem Netz. Mit der Funktion Send To Kindle (für Chrome) kann ich jeden Text von einer Website auf das Kindle schicken. Das mache ich gern bei längeren Texten, die ich gerne in Ruhe lesen möchte.
Wer einen anderen Bowser als Chrome nutzt, kann Dokumente auch per E-Mail verschicken. Der/das Kindle hat nämlich eine eigene E-Mailadresse.

Die Benutzer-Oberfläche des Kindle Touch ist nicht halb so hübsch wie die des Kobo Touch, die Touchfunktion fühlt sich eine Idee träger an. Und das Gehäuse hat den Charme eines Barcode-Scanners für Paketzusteller.
Aber die Einbindung an die Amazon-Infrastruktur und der Transfer von Dokumenten per Wifi ist einfach genial.

Auch die Preispolitik vom Amazon ist eine andere. Hier kostet mich ein eBook aus der Millennium-Trilogie von Stieg Larsson The Girl with the Dragon Tattoo 5,64€ in der englischen Version. Der Kobo-Shop ruft für dasselbe Buch 8,08€ auf.

Wer weiß, vielleicht würde mich der Preisunterschied gar nicht stören, wenn der Kobo Touch ansonsten für mich funktionieren würde. Andererseits habe ich das deutliche Gefühl, dass ein Buchverkäufer mit einem eBook weniger Aufwand hat als mit einem gedruckten Exemplar. Und als Kunde erwarte ich, dass sich das in der Preisgestaltung niederschlägt.

Fazit

Kobo Touch

+ Schönes Design
+ Gute Nutzerführung
+ Gut lesbares, angenehm zu bedienendes Touch-Display

– hohe Preise und wenig Auswahl im Kobo-Shop

–– Keine Wireless-Anbindung für externe Dokumente

Der Kobo Touch ist hübsch. Aber der eReader lässt sich nicht in meinen alltäglichen Workflow integrieren.

Kindle Touch

++ Sehr gute Anbindung per WLAN
++ Problemloses Versenden von Dokumenten

+ Faire Preise im Amazon-Shop

+/- Ordentliches Touch-Display

– Hässliches Gehäuse-Design
– Mittelmäßige Nutzerführung
– Wenig Einstellmöglichkeiten für Text: Standard Text-Ausrichtung ist Blocksatz :o(

Das Kindle Touch ist nicht hübsch. Aber es arbeitet absolut reibungslos mit meiner Infrastruktur zusammen. Das Kindle Touch hat mich wieder zum Lesen gebracht.

Das Kindle Touch (Affiliate-Link) kostet 129€ im Amazon-Store.

 

 

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2 Kommentare zu “eReader-Vergleich: Kobo Touch und Amazon Kindle Touch

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