Wenn die Website in Rente geht

Normalerweise haben Websites eine Lebensdauer von vielen Jahren. Die Inhalte werden immer wieder angepasst und die Technik wird regelmäßig gewartet. Es gibt aber auch Websites, die speziell für eine Veranstaltung oder einen anderen Anlass entwickelt werden. Damit haben diese Websites ein „natürliches“ Ablaufdatum.

Die Veranstaltung ist vorbei, die Aktion ist gelaufen – und jetzt? Meistens liegt die Website noch eine ganze Weile auf dem Serverspace rum. Sie wird allerdings nicht mehr gewartet oder inhaltlich gepflegt. Irgendwann kommt jemand vorbei, der sie löscht. Die Website ist dann nur noch – mit etwas Glück – über die WayBack Machine auffindbar.

Mal abgesehen vom Sicherheitsrisiko, das eine derart ungepflegte Website bedeutet – in vielen Fällen wäre es schade, die Website einfach sang- und klanglos zu löschen. Oft ist so eine Website ein paar Wochen oder wenige Monate sehr aktiv. Es wird diskutiert, es werden Video-Protokolle veröffentlicht, Präsentationen, Fotos und Ergebnisse. Eigentlich zu wertvoll zum Wegschmeißen.

Optionen für WordPress-Websites, die nicht mehr aktiv genutzt werden

1. WordPress weiter laufen lassen

Man kann die Website einfach weiter betreiben. Wichtig dabei: Damit die Website nicht zum Sicherheitsrisiko für sich und alle anderen auf dem Serverspace wird sollten regelmäßig alle Aktualisierungen (WordPress, Themes, Plugins) durchgeführt werden. Bei Premium-Plugins bedeutet das, dass die Lizenzen verlängert werden müssen, damit weiter Updates zur Verfügung stehen.

Wenn die Website über Jahre immer alle Updates bekommen hat, hält sie eine Weile. Wenn nicht, kann das irgendwann das Ende bedeuten bzw. es ist zumindest ein größerer Umbau fällig.

Probleme können zum Beispiel auftreten, wenn das Hosting-Unternehmen veraltete PHP-Versionen abschaltet. Für eine ältere Website kann das bedeuten, dass sie nach der Umstellung nicht mehr funktioniert.

Häufig lassen sich Konflikte mit älteren PHP-Versionen mit wenig Aufwand beheben, aber man muss immer den Einzelfall betrachten.

2. Konvertieren in HTML

Eine gute Lösung für alte WordPress-Websites kann die Umwandlung in statisches HTML sein. Man erzeugt eine HTML-Version der WordPress-Website und stellt sie als statische Website bereit. Dann benötigt sie kein PHP und keine Updates mehr, verfügt also über keine ausführbaren Programme.
Damit stellt sie auch kein Sicherheitsrisiko dar.

Praktisch bedeutet das, dass für jede Seite und jeden Beitrag der WordPress-Website eine HTML-Datei erzeugt wird. Mit allen Daten, unter anderem allen Bilder, können eine ganze Menge Dateien zusammen kommen.

Bearbeiten kann man diese Website dann nicht mehr so leicht – dafür hatte man ja irgendwann mal WordPress installiert. Aber sie bleibt als Dokument erhalten.
Und jemand mit HTML-Kenntnissen kann die einzelnen Seiten noch bearbeiten, falls sich doch irgendwo ein Fehler eingeschlichen hat.

Update

Für das Konvertieren in HTML haben wir zwei Plugins ausprobiert. Einmal wp2static und einmal simply-static. Simply Static hatte das letzte Update vor zwei Jahren, das heißt, es ist eigentlich veraltet. Aber für eine alte Website, die noch ein bisschen als HTML-Version am Leben gehalten werden soll, kann das Plugin okay sein.

Der Prozess von wp2static zielt auf einen anderen Anwendungsfall. Man kann im Prinzip jede WordPress-Website in HTML umwandeln. Dann gibt es keine dynamischen Dateien mehr und die Website ist nicht mehr angreifbar durch die üblichen Hacks.

Dieser Artikel ist ursprünglich auf unserer Website start-the.loop.com erschienen. Wir haben den Artikel aktualisiert und überarbeitet.

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7 Kommentare zu “Wenn die Website in Rente geht

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