Nachfahre, Kind oder Geschwister? CSS-Selektoren kombinieren

Quizfrage: Was ist der Unterschied zwischen diesen beiden Schreibweisen?

ul li {font-size:20px;}
ul > li {font-size:20px;}

In beiden Fällen geht es um Elemente in einer ungeordneten Liste (ul). Im ersten Beispiel werden alle Listenelemente angesprochen, im zweiten Fall nur die Listenelemente der obersten Ebene.
TLDR: Am Ende des Artikels gibt es ein CodePen mit Beispielen.

1. Descendant selector

ul li {font-size:20px;}

Das Listenelement ist ein descendant der ungeordneten Liste (ul). Descendant kann man mit „Nachfahre“ übersetzen.
Diese Kombination legt fest, dass alle Listenelemente in der Liste eine Schriftgröße von 20 Pixeln haben sollen. Egal wie viele Listenelemente es gibt und an welcher Stelle sie stehen. Diese Anweisung greift auch bei mehreren ineinander verschachtelten Listen. Alle Listenelemente sind immer 20 Pixel groß.

2. Child selector

ul > li {font-size:20px;}

Bei dieser Schreibweise ist das Listenelement ein child der ungeordneten Liste (ul), also ein Kind der Liste. Das bedeutet, dass nur die Kinder, also die direkten Nachkommen der ungeordneten Liste, 20 Pixel groß sind.
Wird in die Liste eine weitere Liste hineingeschachtelt, werden diese Elemente nicht angesprochen.
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„Vollgemüllt ist doof.“ „Clean aber auch!“

Bei t3n erschien kürzlich der Artikel Aufgeräumt? Clean? Von wegen! Warum erfolgreiche Interfaces chaotisch und komplex sind. Der Text ist eine gekürzte Übersetzung eines Posts von Jonas Downey, der bei Medium erschienen ist: Why I love ugly, messy interfaces — and you probably do too.

In dem Artikel geht es darum, dass ein unaufgeräumtes Interface oft erfolgreicher ist als ein reduziertes.

User Interfaces sind ein vielschichtiges Thema, für das es keine Patentrezepte gibt. Es gibt nur individuelle Lösungen. Die sind nicht schwer zu finden, wenn man bereit ist, sich mit der Materie auseinanderzusetzen (Mit welchen Anliegen kommen die Besucher? Auf welchem Weg können sie ihr Anliegen lösen?).

Aber diese Auseinandersetzung ist mit Arbeit verbunden. Arbeit, die Geld kostet, weil man dafür gute Leute engagieren muss.

Komplex, aber bitte nicht chaotisch

Ein komplexes Angebot wie Die Zeit oder The Guardian braucht eine andere Art von Interface als ein einfaches Blog wie dieses hier. Für mich als Leserin einer Tageszeitungs-Webseite ist es aber überaus wichtig, dass das Interface übersichtlich und klar strukturiert ist. So kann ich mich gut orientieren und finde die Inhalte, die mich interessieren.
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Einen Textauszug per CSS erzeugen

WordPress-Excerpts werden in einer bestimmten Länge ausgegeben, der Default-Wert sind 55 Wörter.  Möchte man diesen Wert ändern, kann man das über den Filter excerpt_length relativ einfach erreichen.

function custom_excerpt_length( $length ) {
return 20;
}
add_filter( ‘excerpt_length’, ‘custom_excerpt_length’ );

Sie auch https://codex.wordpress.org/Plugin_API/Filter_Reference/excerpt_length

Geht das nicht auch per CSS?

So lange ein Projekt noch in der Entwicklung ist, ändert sich die Form von Auszügen/Excerpts häufig. Auch braucht man oft unterschiedliche Varianten von Auszügen: An einer Stelle ist ein längerer Teaser sinnvoll, an anderer Stelle ist der Platz knapp und ein Satz muss reichen.

Da wäre es eigentlich praktisch, wenn man die Darstellung der Exzerpte per CSS steuern könnte. Zumindest bis zu dem Zeitpunkt, an dem feststeht, welche Exzerpt-Varianten in welchem Kontext gebraucht werden.

1. CSS Eigenschaft ‚text-overflow:ellipsis‘

In CSS3 gibt es die Eigenschaft text-overflow. Damit kann man festlegen, was passieren soll, wenn ein Text länger ist als die Box, die ihn umschließt. Der default Wert ist text-overflow:clip, damit wird der Text einfach abgeschnitten. Trägt man statt dessen text-overflow:ellipsis ein, erscheinen am Ende der abgeschnittenen Zeile drei Pünktchen (Ellipsis).

Tolle Sache, dachte ich. Damit müsste man eigentlich auch die Darstellung von Exzerpten auf einer WordPress-Seite per CSS steuern können. Das ist leider nicht ganz einfach.
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Performance-Experiment mit gzip und Browser-Caching

Auf dem WordCamp Nürnberg hat Jan Thiel einen tollen Vortrag zum Theme Performance gehalten: WordPress Performance Mythbuster. Den Vortrag könnt Ihr Euch hier auf wordpress.tv anschauen.

Performance ist ein wichtiges Thema, nicht nur seit Google ein Auge drauf hat. Je langsamer eine Seite lädt, desto schlechter ist die User Experience. Jede Millisekunde zählt, bei mobilen Geräten umso mehr.

Spannend fand ich, wie Jan herausgearbeitet hat, wo denn der Flaschenhals bei den Ladezeiten tatsächlich liegt. Vorsicht Spoiler: Weder die Server-CPU noch der PHP-Code vom WordPress-Core sind hier die Bremse, der PHP Code von Themes und Plugins ist es, der aufs Tempo drückt.

Was logischerweise bedeutet, dass noch’n Plugin Eure Seite nicht unbedingt schneller macht. Auch wenn Performance-Optimierung draufsteht. Ausnahmen bestätigen die Regel.

Das Experiment

Ich hab mir mal zwei Sachen vorgenommen, die Jan in seinem Vortrag erwähnt hat, mit denen man der Netzialisten-Seite Beine machen kann. Ich hab dazu das Google Page Speed Tool genutzt, obwohl ich ein etwas gespaltenes Verhältnis dazu habe: Die Angaben dort muss man mit Vorsicht geniessen und immer die Verhältnismäßigkeit im Auge behalten. Beispiel: Man kann schon „Punktabzug“ kriegen, wenn ein einziges 32KB-Bild nicht optimiert ist.

Die beiden Techniken, die ich mir angeschaut habe, sind:

  1. gzip -Komprimierung
  2. Browser-Caching

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Google Fonts über den eigenen Server einbinden

Es gibt verschiedene Methoden, um Google Fonts in eine Webseite einzubinden. Die klassische Methode ist, die Schriften über einen Link in der header.php oder – besser – über die functions.php ins Theme einzubinden. Ellen Bauer hat einen ausführlichen Artikel dazu geschrieben: Google Fonts in WordPress Themes

Bei dieser Methode liegen die Schriften auf den Google-Servern und werden über einen Link auf meine Webseite geholt. Wird meine Seite geladen, schickt sie eine Anfrage an den Google Server und der liefert dann die Schriften aus. Davon merkt man in der Regel nicht viel. Aber es bleibt die Tatsache, dass eine Abfrage passiert und das dauert ein paar Millisekunden.

Je nach der Qualität der Datenverbindung kann es auch passieren, dass die Schriften nicht schnell genug ausgeliefert werden. Dann erscheinen alle Texte plötzlich in Arial oder Times.
Auch Firewalls können ein Problem darstellen – in manchen Firmen gelten so strenge Regeln, dass die Mitarbeiter keine Google Fonts zu sehen kriegen.

Google Fonts herunterladen und Webfont erzeugen

Aus diesen Gründen bin ich in letzter Zeit dazu übergegangen, Google Webfonts nicht mehr per Link einzubinden, sondern direkt auf den Sever zu laden, auf dem auch das WordPress-Theme liegt. Ich gehe davon aus, dass das rechtlich kein Problem ist, denn die Google Webfonts haben eine SIL Open Font License, die das Herunterladen erlaubt.
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Flexbox jetzt! IE8 und IE9 und die Bremse im Kopf

Das Web entwickelt sich im Sauseschritt. Heute ist SVG das Grafik-Format der Wahl und die Flexbox-Methode bringt uns endlich flexible CSS-Raster ohne semantische Verrenkungen. Wenn da nicht die alten Browser wären.

So lange wir Code vorhalten müssen, den auch alte Browser lesen können, haben wir ein Problem. Wir müssten eine Menge Sachen doppelt schreiben, eine Version für moderne Browser und eine für die alten Herrschaften.

Das ist natürlich mühsam. Bevor ich mir die doppelte Arbeit mache, bleibe ich doch lieber bei den altbewährten Methoden. Floats und clearfixes können neue und alte Browser lesen. Wegen dem bisschen Semantik lohnt sich der Aufwand nicht.

Ist das nur eine bequeme Ausrede oder ist da was dran?
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Tipps für eine barrierefreie Webseite

Wie viele Leute verwenden wohl einen Screenreader um diese Webseite zu betrachten? Der Anteil dürfte im niedrigen einstelligen Prozentbereich liegen. Warum also so viel Aufwand für eine so kleine Benutzergruppe?
Weil es nicht um Screenreader geht. Sondern um Usability.

Wer profitiert von einer barrierefreien Webseite?

  • Menschen mit einer Sehbehinderung, die starke Kontraste auf ihrem Bildschirm brauchen
  • Menschen, die im hellen Sonnenlicht eine Adresse auf ihrem Smartphone lesen wollen
  • Menschen, die per Tastatur statt Maus navigieren, weil sie keine Arme haben
  • Menschen, die per Tastatur statt Maus navigieren, weil sie Rheuma in den Händen haben oder ihr rechter Arm vorübergehend einen Gipsverband hat
  • Menschen, die eine geistige Behinderung haben
  • Menschen mit einem Hochschulabschluss, deren Muttersprache nicht Deutsch ist
  • Menschen, die eine Aufmerksamkeitsstörung haben und sich schlecht konzentrieren können
  • Menschen, die nach einem langen Arbeitstag müde sind und sich schlecht konzentrieren können
  • Alte Menschen, die unsicher sind und leicht die Orientierung auf der Webseite verlieren
  • Junge Menschen, die unsicher sind und leicht die Orientierung auf der Webseite verlieren

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Sieben Fragen und Antworten für WordPress-Einsteiger

Eine WordPress-Seite ist schnell aufgesetzt (siehe der berühmte Fünf Minuten Install). In Gesprächen mit Kunden stelle ich jedoch fest, dass viele Leute den Einstieg in WordPress ganz schön kompliziert finden.

1. Ich hab‘ gar kein Blog, kann ich trotzdem WordPress benutzen?

Das Argument „WordPress ist nur für Blogs“ ist zwar Unsinn, aber dafür hält es sich eisern. Damit ist wohl gemeint, WordPress sei gar kein „richtiges“ CMS.
Das Gegenteil ist der Fall: Gerade weil WordPress (unter anderem) mit einer Blog-Funktionalität daherkommt, ist es ein sehr modernes Content Management System (CMS).

Mit WordPress kann man alle möglichen Projekte umsetzen. Große, kleine, mittlere, mit Blog und ohne Blog.
In Zeiten der REST-API werden die Möglichkeiten, große Projekte mit WordPress zu realisieren, noch einmal wachsen.

Kurze Antwort: Na klar. Nächste Frage.

Lange AntwortMan kann auch Webseiten ohne Blog mit WordPress bauen. Dann erstellt man einfach eine Reihe von statischen Seiten. Aber auch große Projekte mit Schnittstellen zu allen möglichen Funktionen sind umsetzbar.
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Meine schwierige Beziehung zu Baukasten-Themes

„Du machst doch was mit WordPress, kannst Du mir mal schnell mit meinem Theme helfen?“ Wenn ich diese Frage höre, dann weiß ich: Das könnte knifflig werden. Denn nicht bei jedem Theme kann ich mein WordPress-KnowHow anwenden.

Es gibt Themes, die haben nicht mich im Visier, sondern den Endkunden, der selbst etwas zusammenbauen möchte. Diese Baukasten-Themes bieten eine große Vielfalt an Einstellungsmöglichkeiten im Backend und/oder über den Customizer an. Dort kann man dann für jedes Element die Farbe, Abstände, Größen und so weiter festlegen und sich ganze Seiten-Layouts zusammenklicken.

Es kann allerdings passieren, dass das Theme, das zuerst so vielversprechend aussah, nicht so funktioniert wie erwartet. Auch bei 200+ Optionen gibt es immer Dinge, für die der Entwickler keine Einstellungsmöglichkeit vorgesehen hat.
Das ist der Punkt, an dem viele Leute Hilfe suchen.
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