Pseudo-Klassen a:visited, a:hover, a:focus und a:active

Was a:hover bedeutet, weiss jeder, der mal die Nase an eine CSS-Datei gehalten hat. Die Pseudo-Klassen a:visited, a:focus und a:active sind weit weniger bekannt. Mir war jedenfalls lange nicht klar, was die Angaben genau bewirken.

a:hover

Über den Selektor a spricht man im CSS einen Link an, mit a:hover lässt sich dem Link ein Effekt mitgeben, der auftritt, sobald die Maus drüberfährt. In Beispiel unten ändert sich die Farbe des Links von Rot in Blau.

a {color: red;}
a:hover {color: blue;}

For the record: Auf Touch-Geräten funktioniert der hover-Effekt nicht.

Was ist der Unterschied zwischen a und a:link?

In manchen CSS-Dateien findet man die Schreibweise a:link {…} anstatt von a {…}.
Die Pseudo-Klasse a:link bezieht sich auf Anchor-Elemente, die ein href-Attribut haben. Was ein bisschen sinnfrei ist, denn dieses Attribut sollte jeder Link haben. Ein Link ist – ein Link und verweist immer auf eine interne oder externe URL.
Wenn nur eine Aktion durch Anklicken ausgelöst werden soll, ist button das Tag der Wahl. Ein Button triggert eine JavaScript-Aktion oder ist Teil eines Formulars.

Wer korrektes HTML pflegt, kann also getrost a statt a:link schreiben.
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Microsoft’s Richtlinien für inklusives Design

Die Grafik ist einfach großartig.
Der folgende Text stammt von der Microsoft Website. Es gibt ihn bisher nur auf englisch.

Our inclusive design principles

Recognize exclusion

Exclusion happens when we solve problems using our own biases. As Microsoft designers, we seek out those exclusions, and use them as opportunities to create new ideas and inclusive designs.

Learn from diversity

Human beings are the real experts in adapting to diversity. Inclusive design puts people in the center from the very start of the process, and those fresh, diverse perspectives are the key to true insight.

Solve for one, extend to many

Everyone has abilities, and limits to those abilities. Designing for people with permanent disabilities actually results in designs that benefit people universally. Constraints are a beautiful thing.

Quelle: Inclusive Design at Microsoft

Was ist eigentlich dieser “Skip to content”-Link?

In den WordPress-Standard-Themes der Twenty-Reihe sitzt in der header.php kurz nach dem body-tag ein Skip-To-Content-Link.

<a class="skip-link screen-reader-text" href="#content">Skip to content</a>

Diesen Link sieht man normalerweise nicht. Er wird erst sichtbar und aktiv, wenn jemand die Tastatur nutzt um durch die Seite zu navigieren. Probiert es mal aus, den Skip-Link gibt es auch hier auf dieser Seite.

Zugang per Tastatur

Die Navigierbarkeit per Tastatur ist ein zentrales Kriterium für Barrierefreiheit. Mit der Tastatur bewegen sich nicht nur Screenreader über die Seite. Auch Menschen, die keine Maus bedienen können, bewegen sich via Tab-Taste. Weil sie Arthritis in den Händen haben, weil sie keine Arme haben oder weil sie den rechten Arm vier Wochen lang im Gips tragen.

Und wozu braucht es diesen Link jetzt?

Angenommen, ich habe das Excerpt eines Artikels gelesen und möchte jetzt die ganze Version lesen. Ich steuere mit der Tastatur den Read-More-Link an, der Browser öffnet die Seite mit der Einzelansicht des Artikel.

Gäbe es nun den Skip-to-Content-Link nicht, müsste ich mich in der Einzelansicht erst mal durch den gesamten Header-Bereich durchackern. Ich müsste alle Elemente – Logo, Seitentitel, Navigation, Suchfeld – der Reihe nach anklicken bevor ich endlich beim Artikel landen würde. Die Tab-Taste arbeitet sich stur von links oben nach rechts unten durch den Code.
Ist dagegen ein Skip-Link vorhanden, kann ich sofort an die Stelle springen, die mich interessiert.

Aus diesem Grund sollte jede Webseite einen Skip-Link zur Verfügung stellen.
Ein Codebeispiel gibt’s im Accessibility-Handbuch.

Höchste Zeit für HTTPS

Seit Anfang des Jahres haben Website-Betreiber in Deutschland die Pflicht, Daten aus Kontaktformularen verschlüsselt zur übertragen (§ 13 Abs. 7 TMG). Im Klartext heißt das: Wer Daten erhebt und diese ohne SSL überträgt, kann abgemahnt werden.

Was ist HTTPS?

HTTPS (Hypertext Transfer Protocol Secure) sorgt für eine verschlüsselte Verbindung zwischen Website und Besucher. In unserem Fall also zwischen dem Webserver, der die Website bereitstellt, und dem Browser.
Um HTTPS einrichten zu können benötigt man ein Sicherheitszertifikat, SSL-Zertifikat genannt.

Diese Zertifikate werden von einer Zertifizierungsstelle ausgegeben. Dabei gibt es verschiedene „Eskalationsstufen“, also unterschiedlich aufwändige (und teure) Zertifikate:

  • Domain-Validierung
    Für die meisten Websites ist dieses Zertifikat ausreichend, da die Art der Verschlüsselung dieselbe ist wie bei den teureren Zertifikaten.
    Bei diesem Zertifikat wird ausschließlich die Identität des Seitenbetreibers geprüft und mit den Daten der Domainregistrierung abgeglichen. Dadurch steht dieses Zertifikat innerhalb kürzester Zeit bereit.ssl-domain-validierung
  • Organisations-Validierung
    In diesem Fall wird sowohl der Domaininhaber als auch die Organisation dahinter geprüft. Unter anderem geht es darum, ob die Organisation berechtigt ist, die Domain zu führen.
    Die Bereitstellung dauert ein paar Tage, unter anderem deshalb, weil man Belege liefern muss wie z.B. einen Auszug aus dem Handelsregister.
  • Extended Validation SSL
    Das teuerste Zertifikat im Bunde. Es ist aufgrund der hohen Kosten vor allem für Onlineshops oder große Hostinganbieter interessant.
    Um ein solches Zertifikat zu bekommen werden noch weitreichendere Prüfungen vorgenommen. Man erkennt das Zertifikat daran, dass in der Adressleiste nicht nur das grüne Schloss und „https“ zu finden ist sondern der Name des Unternehmens neben dem Schloss ausgeschrieben wird. Klickt man das Schloss an erhält man weitere Informationen:
    ssl-extended-validation

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WordPress-Templates für Übersetzung vorbereiten

Texte in einem WordPress-Theme, die übersetzbar sein sollen, müssen in den Templates gekennzeichnet werden. Dar Code dazu sieht ein wenig ungewöhnlich aus und es gibt viele verschiedene Schreibweisen für diese Funktion. Ich hab eine Weile gebraucht, bis ich mir einen Reim drauf machen konnte.

Der Aufbau eines übersetzbaren Strings ist immer gleich:
__( 'Der zu übersetzende Text', 'text-domain' );

Am Anfang stehen zwei Unterstriche. Die Syntax __() ist ein Kürzel für die translate()-Funktion und setzt das Signal „Achtung, hier gibt’s was zu übersetzen“. Danach kommt der zu übersetzende Textschnipsel, am Ende steht die Textdomain.
An der Stelle, wo die zwei Unterstriche platziert sind, können ganz unterschiedliche Funktionen stehen. Ich möchte vier Varianten vorstellen, die ich im meinem Theme-Alltag am Häufigsten verwende.

Es gibt natürlich noch viel mehr Funktionen. Eine vollständige Übersicht mit ausführlichen Code-Beispielen gibt es im WordPress Theme Handbook.

1. Einfacher Text

esc_html_e('Ich bin ein Text, sonst nix' , 'text-domain');
Damit kennzeichne ich einen einfachen Text.
Im Prinzip würde diese Schreibweise ausreichen:
_e('Ich bin ein Text, sonst nix' , 'text-domain');
Ich bin nicht sicher, wie hoch das Risiko tatsächlich ist, aber theoretisch könnte bei der zweiten Variante ein Übersetzer HTML-Codeschnipsel oder Übleres in die Übersetzung reinschmuggeln. Die Escape-Funktion schmeisst solche Sachen raus.

2. Text innerhalb eines Attributs

Ist ein Text Teil eines Attributs und sitzt z.B. im title-Attribut innerhalb eines Links, dann sieht das Ganze so aus:
esc_attr_e( 'Skip to content', 'text-domain' );
Auch hier ist das Escapen wichtig, damit niemand über die Übersetzung Schadcode einschleusen kann.
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5 einfache SEO Tipps

Wir bekommen häufig Anfragen von Kunden, die unzufrieden sind, weil ihre Seite unter bestimmten Suchwörtern nicht auftaucht. Was läuft da schief?

1. Kommt das Suchwort auch tatsächlich im Text vor?
Wer unter dem Stichwort „Waschmaschine“ gefunden werden möchte, muss dafür sorgen, dass dieses Wort auf der Webseite auch tatsächlich vorkommt. Oft stellt sich bei näherem Hinsehen heraus, dass da nirgendwo „Waschmaschine“ steht, sondern nur verwandte oder ähnliche Wörter vorkommen wie z.B. „Waschvollautomat“.

2. Vor dem Schreiben überlegen, unter welchen Stichwörtern die Seite gefunden werden soll.
Am besten ist es, Du überlegst Dir, welche Suchwörter zu Deiner Seite passen, bevor die Texte fertig geschrieben sind. Eine gute Idee ist es auch, sich in die Besucher der Webseite hineinzuversetzen. Wonach suchen sie? Häufig sind das komplett andere Begriffe, als die, die einem selbst spontan eingefallen sind.

3.  Suchwort-Kombinationen nutzen
Manche Suchwörter kommen sehr häufig vor und haben einen sehr großen Konkurrenzdruck. Für das Stichwort „T-Shirt“ zum Beispiel ist es fast unmöglich, eine kleine Seite nach vorn zu bringen. Hier hilft es, mehrere Suchwörter zu kombinieren, zum Beispiel: „T-Shirt, Übergrößen, Siebdruck“.

4. Keywords nicht streuen, sondern bündeln
Es bringt wenig, in jedem Text sämtliche Suchwörter zu verteilen. Besser ist es, wenn Du Dir für jeden Artikel zwei bis drei Suchwörter vornimmst. Das kommt auch der Lesbarkeit der Texte zu Gute.

5. Die Suchwörter an den richtigen Stellen platzieren
Ein Suchwort, das in der ersten großen Überschrift vorkommt, hat die besten Chancen von Suchmaschinen gesehen zu werden. Aber auch im Rest des Textes gibt es einige Punkte, an denen Suchwörter gut aufgehoben sind. Und zwar an Stellen, die man gern übersieht: Zwischenüberschriften, Link-Titel, alt-Tags in Bildern, Bildunterschriften. Suchrobots lesen sie alle.

ZUM WEITERLESEN
Keyword-Tools zur Recherche von Suchbegriffen (t3n)

Was kostet eine WordPress-Seite?

Ein Mensch, nennen wir ihn Paul, braucht eine Webseite und er fragt sich, was das wohl kosten würde. Unter dem Stichwort „WordPress Agentur“ spuckt die Suchmaschine eine lange Liste von Ergebnissen aus. Kleine und große Dienstleister – und ein wildes Durcheinander an Preismodellen.

Eine Agentur bietet ein „WordPress Komplettpaket“ für 600€ an, eine andere spricht von „WordPress Custom Themes“ und will dafür 3.000€ haben. Und bei Themeforest gibt es coole Themes schon für 60€.

„Geht’s noch?“, empört sich Paul. „Ich bin doch nicht blöd und zahle 3.000€, wenn ich das Ganze für 60€ kriegen kann!“

Wie kann das sein, dass für ein und dasselbe Produkt so unterschiedliche Preise aufgerufen werden?

Es steht zwar überall WordPress drauf, aber es ist nicht überall dasselbe drin

Option 1: Selber machen

Auch ein Laie kann sich eine WordPress-Seite ganz bequem über die Benutzeroberfläche (aka WordPress Dashboard) zusammenbauen. Dafür wurde WordPress erfunden. Mit dem Code dahinter kommt man dabei nicht in Berührung.
WordPress selbst und viele gute Themes sind gratis und lassen sich kostenlos herunterladen. Man muss allerdings bereit sein, sich in die Thematik einzuarbeiten. Je nach Vorwissen und Ziel kann das schon mal ein paar Tage dauern.

Schneller geht’s auch mit dem Premium Theme nicht. Im Gegenteil: Diese Themes sind sehr komplexe Konstruktionen, weil sie für jeden etwas bieten müssen. Zusätzlich zu den WordPress Grundlagen muss man sich hier noch in die individuelle Systematik des jeweiligen Themes einarbeiten.

GEEIGNET FÜR
Kleine Projekte mit einfachen Anforderungen.

WENIGER GEEIGNET FÜR
Komplexe Projekte, bei denen Eingriffe in die Theme-Dateien (Templates) nötig sind oder spezielle Plugins gebraucht werden. Natürlich ist auch hier selber basteln möglich und die WordPress Community ist sehr hilfsbereit. Aber das Risiko, eines Tages vor einer kaputten Seite zu sitzen, steigt mit jedem Codeschnipsel, den man irgendwo aufgegabelt, aber nicht so ganz verstanden hat.
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