Gutenberg und klassische Blogs

In einem bekannten Blog aus der deutschen Bloggerszene entspann sich letztlich eine Diskussion über den Sinn oder Unsinn von Gutenberg für ein „klassisches“ Blog. Damit ist gemeint: Ich schreibe einen Text, setze ein paar Überschriften und füge ab und zu ein Bild ein. 

Viele Bloggerinnen* sind dabei durchaus mutig, sie haben spontan das Update auf WordPress 5.0 gemacht, weil sie sehen wollten, wie das so ist mit diesem neuen Editor. Sie sind bereit, sich damit auseinanderzusetzen, was da Neues kommt. 

Allerdings kam ebenso spontan Unmut auf. Die Oberfläche wird als unübersichtlich und kompliziert empfunden. Das Schreiben eines Artikels wird als deutlich mühsamer als zuvor wahrgenommen. Die Bloggerinnen ziehen den Schluss, der neue Editor sei wohl nicht für Blogs gedacht. Die seien den Entwicklern womöglich nicht so wichtig.
* Blogger sind selbstverständlich mit gemeint.

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Standard-Theme oder Multipurpose-Theme?

In diesem Artikel geht es um den Unterschied zwischen standardkonformen Themes wie sie kostenlos auf wordpress.org angeboten werden und den bekannten Multipurpose-Themes wie man sie auf verschiedenen Marketplaces findet.

WordPress ist ein modulares System. Design und Funktion sind getrennt – Themes sorgen für die Optik, Plugins für die Funktionen. Das heißt, man kann im Prinzip jedes Plugin mit jedem Theme kombinieren. Wenn das Theme nicht mehr passt, wechselt man zu einem anderen. Die Plugins bleiben dabei an Ort und Stelle.

Diese Modularität – die Trennung von Inhalt, Design und Funktion – ist ein zentrales Prinzip innerhalb der WordPress-Standards. Alle Themes im offiziellen Theme-Verzeichnis bei wordpress.org werden unter anderem darauf vom Theme Review Team überprüft.

Multipurpose-Themes

Es gibt Anbieter, die dieses Prinzip umgehen, indem sie Design und Funktionen zu einem festen Paket zusammenschnüren. Sie arbeiten dabei mit eigenen Frameworks und mit jeweils eigener Systematik.
Die Bestseller bei themeforest.net in der Rubrik WordPress sind Beispiele für solche Multipurpose-Themes: Avada, X-Theme und Enfold (Stand November 2018). 

Multipurpose-Themes sind keine Themes im Sinn der WordPress-Standards, sondern eigenständige, kleine Content-Management-Systeme mit WordPress als Plattform. Diese Themes erscheinen folglich auch nicht im offiziellen Theme-Verzeichnis auf wordpress.org. 

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Gutenberg: Breite des Editors anpassen

Seit einiger Zeit arbeite ich – unter anderem hier im Blog – mit dem neuen Gutenberg-Editor. 

Wenn man nicht nur Texte schreibt, sondern auch die Layout-Features von Gutenberg einsetzt (Spalten, Titelbild und so weiter) dann stört einen ziemlich schnell die schmale Standard-Breite von Gutenberg im Backend.

Mit ein bisschen CSS kann man dem Layout im Backend dieselbe Breite geben wie im Frontend.
Angenommen, die Breite des Layouts im Frontend beträgt 1200px, dann sieht das CSS für Gutenberg so aus:

.edit-post-visual-editor .editor-block-list__block {
margin: 0 auto;
max-width: 1200px;
}

Damit diese Anweisungen greifen, müssen wir das CSS in einer Datei im Theme-Verzeichnis abspeichern (z. B. gutenberg.css). 
Abschließend müssen wir die Datei noch per Funktion einbinden: 

function ks_gutenberg_styles() {
wp_enqueue_style( 'gutenberg-css', get_theme_file_uri( '/gutenberg.css' ), false );
}
add_action( 'enqueue_block_editor_assets', 'ks_gutenberg_styles' );

Ich verwende zum Einbetten solcher Funktionsschnipsel sehr gerne das Plugin Code Snippets. Damit kann man die functions.php schön sauber halten und man behält besser den Überblick.

Tipp

Wer es genauer wissen will, was man mit CSS und Gutenberg im Backend alles machen kann, Florian Brinkmann hat einen sehr ausführlichen Artikel zum Thema geschrieben: Theme-Editor-Styles für Gutenberg erstellen