Tipps für eine barrierefreie Webseite

Wie viele Leute verwenden wohl einen Screenreader um diese Webseite zu betrachten? Der Anteil dürfte im niedrigen einstelligen Prozentbereich liegen. Warum also so viel Aufwand für eine so kleine Benutzergruppe?
Weil es nicht um Screenreader geht. Sondern um Usability.

Wer profitiert von einer barrierefreien Webseite?

  • Menschen mit einer Sehbehinderung, die starke Kontraste auf ihrem Bildschirm brauchen
  • Menschen, die im hellen Sonnenlicht eine Adresse auf ihrem Smartphone lesen wollen
  • Menschen, die per Tastatur statt Maus navigieren, weil sie keine Arme haben
  • Menschen, die per Tastatur statt Maus navigieren, weil sie Rheuma in den Händen haben oder ihr rechter Arm vorübergehend einen Gipsverband hat
  • Menschen, die eine geistige Behinderung haben
  • Menschen mit einem Hochschulabschluss, deren Muttersprache nicht Deutsch ist
  • Menschen, die eine Aufmerksamkeitsstörung haben und sich schlecht konzentrieren können
  • Menschen, die nach einem langen Arbeitstag müde sind und sich schlecht konzentrieren können
  • Alte Menschen, die unsicher sind und leicht die Orientierung auf der Webseite verlieren
  • Junge Menschen, die unsicher sind und leicht die Orientierung auf der Webseite verlieren

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Sieben Fragen und Antworten für WordPress-Einsteiger

Eine WordPress-Seite ist schnell aufgesetzt (siehe der berühmte Fünf Minuten Install). In Gesprächen mit Kunden stelle ich jedoch fest, dass viele Leute den Einstieg in WordPress ganz schön kompliziert finden.

1. Ich hab‘ gar kein Blog, kann ich trotzdem WordPress benutzen?

Das Argument „WordPress ist nur für Blogs“ ist zwar Unsinn, aber dafür hält es sich eisern. Damit ist wohl gemeint, WordPress sei gar kein „richtiges“ CMS.
Das Gegenteil ist der Fall: Gerade weil WordPress (unter anderem) mit einer Blog-Funktionalität daherkommt, ist es ein sehr modernes Content Management System (CMS).

Mit WordPress kann man alle möglichen Projekte umsetzen. Große, kleine, mittlere, mit Blog und ohne Blog.
In Zeiten der REST-API werden die Möglichkeiten, große Projekte mit WordPress zu realisieren, noch einmal wachsen.

Kurze Antwort: Na klar. Nächste Frage.

Lange AntwortMan kann auch Webseiten ohne Blog mit WordPress bauen. Dann erstellt man einfach eine Reihe von statischen Seiten. Aber auch große Projekte mit Schnittstellen zu allen möglichen Funktionen sind umsetzbar.
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Meine schwierige Beziehung zu Baukasten-Themes

„Du machst doch was mit WordPress, kannst Du mir mal schnell mit meinem Theme helfen?“ Wenn ich diese Frage höre, dann weiß ich: Das könnte knifflig werden. Denn nicht bei jedem Theme kann ich mein WordPress-KnowHow anwenden.

Es gibt Themes, die haben nicht mich im Visier, sondern den Endkunden, der selbst etwas zusammenbauen möchte. Diese Baukasten-Themes bieten eine große Vielfalt an Einstellungsmöglichkeiten im Backend und/oder über den Customizer an. Dort kann man dann für jedes Element die Farbe, Abstände, Größen und so weiter festlegen und sich ganze Seiten-Layouts zusammenklicken.

Es kann allerdings passieren, dass das Theme, das zuerst so vielversprechend aussah, nicht so funktioniert wie erwartet. Auch bei 200+ Optionen gibt es immer Dinge, für die der Entwickler keine Einstellungsmöglichkeit vorgesehen hat.
Das ist der Punkt, an dem viele Leute Hilfe suchen.
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WordPress-Seite lokal auf verschiedenen Geräten testen mit MAMP Pro

In diesem Artikel möchte ich eine Methode vorstellen, wie Ihr eine WordPress-Seite, die auf einem lokalen Rechner liegt, über das WLAN testen könnt. Ich arbeite mit MAMP Pro auf einem Apple-Rechner. 

VORAUSSETZUNGEN

  • Ein Apple-Rechner unter OSX
  • MAMP Pro
  • Ein gemeinsames WLAN, in dem alle Geräte (Server-Rechner, Tablets, Smartphones) angemeldet sind

1. Einen virtuellen Server in MAMP Pro einrichten

MAMP Pro kann man sich als Testversion kostenlos herunterladen.

Um eine lokale WordPress-Seite anzuzeigen muss man zuerst einen virtuellen Host (einen virtuellen Server) einrichten. Wie das geht, wird hier beschrieben. Anschliessend kann man WordPress installieren, der Ablauf ist derselbe wie bei der Installation beim Hoster.

Sobald die WordPress-Seite installiert ist, kann man sie über den Browser aufrufen.
In meinem Beispiel ist es die URL http://testing-stuff.

Bildschirmfoto 2015-12-18 um 11.17.58

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Neu in WordPress 4.4 Responsive Images mit srcset und sizes

Meistens lädt der Browser eine deutlich größere Bild-Datei, anschließend wird das Bild auf die passende Größe verkleinert.

Bei kleinen Webseiten mit wenigen Bildern ist das vielleicht kein großes Problem. Aber bei größeren Seiten mit vielen Bildern kommen schnell ordentliche Datenmengen zusammen.

Was WordPress bisher macht

WordPress sorgt schon lange dafür, dass Bilder nicht unnötig groß werden. Aus jedem Bild, das in die Mediathek hochgeladen wird, erzeugt WordPress automatisch drei (in Zukunft vier) verkleinerte Varianten. Die Maße kann man in Einstellungen/Medien vorgeben.

Nach dem Hochladen liegt jedes Bild in vier Größen vor:

  1. Originalgrösse (so wie hochgeladen)
  2. Mittlere Größe
  3. Klein
  4. Thumbnail

Schon heute kann man also bestimmen, in welcher Größe – groß, mittel oder klein – ein Bild in einen Artikel eingebunden werden soll. Wie groß ein Beitragsbild ausgegeben werden soll, kann man im Template festlegen:

<?php the_post_thumbnail( 'medium' ); ?>

Responsive Design ist schön, aber…

Im Desktop-Layout brauche ich andere Bildgrößen als im Smartphone-Layout.
Ein Beispiel: Das Headerbild in der Desktopansicht ist stattliche 1400 Pixel breit. Der Smartphone-Screen ist aber so schmal, dass 1400 Pixel gar nicht draufpassen würden. Hier würde ein Headerbild von 400 Pixeln Breite vollkommen ausreichen.

responsive

Was kann man tun, um dem Browser mitzuteilen, dass er auf mobilen Gräten die 400 Pixel breite Version des Headerbildes laden soll anstatt der riesigen 1400-Pixel-Variante?
Man könnte versuchen, dieses Problem mit Javascript oder CSS zu lösen. Aber das hat einen Haken.
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Content-Strategie: Welche Texte kommen auf die Webseite?

Alle warten darauf, dass die neue Webseite endlich online geht. Das Web-Team arbeitet schließlich schon eine ganze Weile daran. Momentan diskutiert das Team über die Frage: Welche Inhalte kommen rein in die Webseite und welche bleiben draussen?

Diese Frage hat es in sich. Denn über nichts kann man sich schöner in die Haare kriegen.
Hier hilft ein Blick auf die drei Leitfragen der Content-Strategie:

  1. Mit wem wollen Sie ins Gespräch kommen?
  2. Welche Botschaft möchten Sie vermitteln, was wollen Sie [als Unternehmen] erreichen?
  3. Mit welchen Fragen kommen die Besucher auf Ihre Seite?

Aus diesen Leitfragen lassen sich objektive Kriterien zur Bewertung der Inhalte ableiten. Jeder Text, jedes Bild, Video usw. kann anhand dieser Kriterien auf seine Verwendbarkeit abgeklopft und eingeordnet werden.

  1. Welche Nutzergruppe spricht Text A an?
  2. Welche Botschaft vermittelt Text B?
  3. Welche Fragen der Besucher beantwortet Text C?

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Inhalte in WordPress über Kategorien organisieren

Inzwischen laufen ein Viertel aller Webseiten da draussen unter WordPress. Aber wie tickt WordPress? Wie werden Inhalte in WordPress organisiert?

WordPress funktioniert ein bisschen anders als Vieles, das man so aus dem Alltag kennt. Nehmen wir zum Beispiel ein Word-Dokument. Es besteht in der Regel aus mehreren Seiten, Überschriften gliedern den Text. Wenn das Dokument etwas umfangreicher ist, gibt es noch ein Inhaltsverzeichnis.

Linear ist gleich statisch

Ein Word-Dokument funktioniert nach einem linearen Prinzip: Eins nach dem anderen.

Auch eine Webseite könnte man so aufbauen: Man beschreibt ein paar Seiten und verteilt Überschriften. Unser Inhaltsverzeichnis ist die Navigation.

Der Haken dabei: Es ist nicht sonderlich dynamisch.
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Webdesign: Statisch, adaptive oder responsive?

In diesem Artikel möchte ich erklären, was der Unterschied ist zwischen einer statischen und einer responsiv programmierten Webseite. Ich habe dazu ein paar kleine Animationen gebastelt. (Ich wollte schon immer mal was mit animierten Gifs machen.)

Im Responsive Design wird das Layout der Webseite per CSS so programmiert, dass es sich automatisch allen möglichen Bildschirmgrößen anpasst. Aber was bedeutet das konkret oder besser gesagt:

Wie muss ich mir das vorstellen?

1. Das klassische, statische Layout

Nehmen für den Anfang den Fall einer Webseite, die nicht im Responsive Design programmiert ist. Alle Inhalte haben feste Breiten. Wird der Bildschirm kleiner, bleiben die Elemente unverändert.

view Klick aufs Bild startet die Animation

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Responsive Design ist schön, macht aber viel Arbeit

Responsive Webdesign ist heute State of the Art im Webdesign. Alle Kunden wollen eine Webseite, die auch auf mobilen Geräten gut funktioniert. Das stellt uns Designer vor neue Herausforderungen.

Beim Entwerfen des Designs für eine Webseite beginnt man in der Regel mit der Desktopansicht. Ich mache das jedenfalls so, auch wenn der Code später „mobile first“ gebaut wird. Die Desktopansicht ist ein guter Einstieg und man bekommt schnell ein Gefühl für die Gestaltung.

Dann wäre da noch die Frage
„Wie sieht das Design auf einem kleinen Bildschirm aus?“

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„Auf dem Tablet wird dann alles irgendwie schmäler.“

Okay. Aber was passiert, wenn die Spalten so schmal werden, dass man den Text nicht mehr lesen kann? Und kann man dieses Bild da noch erkennen, wenn es nur noch 30×50 Pixel groß ist? Und wie soll man diesen winzig kleinen Link mit dem Finger anklicken?

Es hilft nichts. Damit die Seite auch auf kleinen Bildschirmen lesbar und bedienbar muss man verschiedene Szenarien durchspielen.
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